@1
Der Krieger
(Widder/Mars)

Die Aggression, die Durchsetzungsfähigkeit, die Eroberung, 
der Täter, die phallische Kraft, die Energie des Neubeginns

Du befindest Dich in einer Stagnation. Deine Wut und Dein 
Ärger lähmen Dich. Deine Tatkraft und Handlungsfähigkeit 
wären hier gefordert. Erst im Entschluss zum Handeln 
gewinnst Du Deine Kräfte zurück und hast somit die Chance 
auf einen Neuanfang. Und in diesem Neuwerden, indem Du 
deine Kräfte wieder in Dir versammelst, darf der Krieger, 
den unser Bild zeigt, wieder mitspielen.

@@a) Das Problem

Auf dem Grunde deines Problems liegt deine Wut,
liegen deine Aggressionen, die du noch nicht gefühlt
hast, zu denen du dich noch nicht bekannt hast. Was ist
mit dieser Person geschehen? Wieso versteckst du ihre
Gefühle? Du glaubst vielleicht, sie seien nicht angemes-
sen, oder du seist dir zu fein für sie, und man müßte das
Ganze doch auch "vernünftig" regeln können. (Vielleicht
möchtest du auch nur deiner Feigheit nicht begegnen).

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es gehört als Station zu deinem Weg, daß du zum Täter
wirst, Eine Handlung wird von dir gefordert, die den
Gordischen Knoten (der dich gefesselt hält) durchtrennt.
Ohne einen Entschluß ztim Handeln, den du dir erkämp-
fen mußt, kommst du hier nicht weiter,

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du gewinnst deine Handlungsfähigkeit zurück, hast (erst
jetzt) die Kraft für ein Neuwerden. Am Ende des Prozes-
ses gibt es einen voraussetzungslosen Neubeginn, an
dem deine Kräfte wieder in deinem Inneren versammelt
sind und der Krieger in dieser neuen Runde des Mensch-
sein-Spiels wieder mitspielen darf,

@2
Die Geliebte
(Stier/Venus)

Der Wert, der Besitz, die Geselligkeit, die körperliche 
Attraktivität

Du fühlst Dich in Deinem Inneren wertlos. Du musst lernen, 
Deinen Körper als Wohnstätte Deines gesamten Seins zu 
ehren – ohne ihn über zu bewerten. Jetzt ist die Zeit, 
Dir ein Gefühl für Deinen eigenen Wert zu erarbeiten - 
und die Dinge als das sehen, was sie eigentlich sind: 
Dinge. Dann kannst Du Dich und Deinen Platz akzeptieren, so 
wie beides ist, ohne etwas verändern zu müssen, aber mit 
einer Neubewertung.

@@a) Das Problem

Tief im Inneren definierst du dich als wertlos und in
diesem Gefühl der Wertlosigkeit sitzt du fest, bist du ein
Opfer, Deine Minderwertigkeitsgefühle, der Ausdruck
"lch mag mich nicht" müssen an die Oberfläche kommen
dürfen. Es reicht nicht mehr, dich mit äußeren Attributen
zu umgeben oder auf die Jagd nach Zuwendung zu ge-
hen: ob dich noch jemand mag, ob du doch noch jeman-
den für dich einnehmen kannst (oder ihn/sie ins Bett be-
kommst).

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

S0 sehr in esoterischen Kreisen das "Loslassen" von
Materie und Körperlichkeit auch propagiert wird, auf
deinem Weg liegt es zuerst einmal, dich mit deiner
Venus zu beschäftigen, d. h. dich mit ihr anzufreunden.
Lerne das Leben als eine sinnliche Erfahrung zu be—
trachten und deinen Körper als Wohnstätte deiner Seele
zu ehren und zu schätzen, jedoch ohne ihn überzube~
werten und zu viele Energien an ihn zu binden.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende des Weges hast du dir ein Gefühl für deinen
eigenen Wert erarbeitet. Du hast gelernt, die Dinge reali—
stisch einzuschätzen als das, was sie in Wahrheit sind:
Dinge.

@3
Der Vermittler
(Zwillinge/Merkur)

Der (Götter)-Bote, der Intellekt, der Kontakt, der 
Zuschauer, der Schauspieler, die Leichtigkeit

Du bist im Moment unzufrieden mit Deiner Situation des 
Alltags. Dir fehlen die Flügel Merkurs, und d. h. vor 
allem seine Leichtigkeit. Schaue dir zuerst Deine Situation 
gelassen und mit Abstand an, stelle dich den Tatsachen 
sachlich und neutral. Wie schwer auch immer Dein Weg sein 
mag, auf Hermes Schwingen wirst Du das Unten (das 
Unbewusste) mit dem Oben (dem Bewussten) verbinden können. 
Und dann aus einer neutralen Position Dir selbst zuschauen 
können - vielleicht mit einem nachsichtigen oder gar 
schelmischen Lächeln.

@@a) Das Problem

Du bist im Moment unzufrieden mit deiner Alltagssitua-
tion. Sie ist dir zu langweilig, zu banal und oberfläch-
lich. Du möchtest dich mit den Inhalten und Aufgaben
deines Merkurs nicht identifizieren, du hast ihn mit einer
Negativ-Bewertung blockiert und verbannt. Nun fehlen
dir seine Flügel — seine Leichtigkeit.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Merkur bietet dir seine Hilfe an, dein Problem einer
Losung zuzuführen. Seine Botschaft an dich lautet:
Schaue dir zuerst deine Situation gelassen und mit Ab-
stand an, sprich dann aus, was dich bewegt, stelle dich
den Tatsachen sachlich und neutral.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Wie schwer auch immer dein Weg sein mag, auf Her-
mes' Schwingen wirst du das Unten (das Unbewußte)
mit dem Oben (dem Bewußten) verbinden können, um
dann aus einer neutralen Position dir selbst zuschauen zu
können — vielleicht mit einem nachsichtigen und schel-
mischcn Lächeln.

@4
Die Mutter
(Krebs/Mond)

Die Weiblichkeit, die Familie, das kleine Kind, die 
Gefühle, die Hingabe, das Annehmen-können, die 
Seelen-Geschichte

Du musst lernen, Dein "inneres Kind" oder deine weibliche 
Seite zu erspüren und zu akzeptieren. Du musst beginnen, 
mit Deinem "inneres Kind" in Kontakt zu kommen, es zu 
umarmen und mit ihm einverstanden zu sein. D. h. Du musst 
Dir selbst ein Stück Heimat erarbeiten, damit Du zu Dir 
und zu Deinen Gefühlen nach Hause kommen kannst. Ja, es 
geht - ob als Mann oder als Frau - um Deine eigene 
weibliche Seite. Geborgenheit findest Du nämlich nur in 
Dir selbst.

@@a) Das Problem

Das "Nein" deines inneren Kindes und das "Nein", mit
dem du dein Innerstes verschließt, laßt deine Gefühle,
deinen Seelen—See austrocknen. Du hast Angst, dich zu
spüren, Angst vor deiner weiblichen Seite, Angst vor
deiner Ohnmacht, die diese mit sich bringen könnte.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Diese Karte sagt dir deutlich: gehe den Gefühlsweg,
Lasse den Kopf beiseite und handle ganz aus dem
"Bauch" heraus. Suche dein inneres Kind, lasse es sich
ausdrücken, lasse es leben.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende des Weges wirst du dein inneres Kind umar-
men, mit ihm einverstanden sein, Du erarbeitest dir ein
Stückchen Heimat, kommst nach Hause zu dir selbst, zu
deinen Gefühlen, zu deiner weiblichen Seite. Du findest
Geborgenheit in dir selbst.

@5
Das Ego
(Löwe/Sonne)

Die Macht, das Wollen, die Einzigartigkeit, die 
Herrlichkeit, die Zeugungskraft, die Kreativität, die 
Sexualität

In Dir existiert im Moment ein Mangel an Lebendigkeit. Du 
hast den Zugang zu Deiner Kraft verloren. Wo ist das Leben 
geblieben? Du musst beginnen, Deine Identität, Dein Sein, 
auszudrücken. Am Ende dieses Unternehmens lebst Du wieder 
auf. Die Kraft, die Lebendigkeit, derer du im Moment 
entbehrst, kehren ein wenig mehr zu Dir zurück. Die Sonne 
geht wieder auf, ein neuer Tag beginnt. Du bist dann auch 
wieder mit dem Herzen bei der Sache.

@@a) Das Problem

Tief in dir existiert ein Mangel an Lebendigkeit, ein
Mangel an Freude, eine Art Herzlosigkeit, d. h. du hast
den Zugang zu deiner Kraft verloren. Es kann sein, daß
du diese Macht- und Kraftlosigkeit durch außeres
Herrschergebaren auszugleichen versuchst. Du mußt dir
die Frage vorlegen: Wo ist das Leben geblieben'?

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es gehört zu deinem Weg, dich, deine Identität, dein
Sein auszudrücken zu lernen.
Auch wenn die anderen sich dadurch verletzt fühlen
könnten, bleibt dir nichts anderes übrig, als die/1 zu
leben. Das ist nicht so leicht, wie es sich anhört: Lebe
dein Leben!

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende deines Weges lebst du wieder. Die Kraft, die
Lebendigkeit, derer du im Moment vielleicht entbehrst,
kehren zu dir zurück.
Du bist wieder mit dem Herzen bei der Sache.

@6
Die Dienerin
(Jungfrau/Merkur)

Die Vernunft, die Anpassung an die Notwendigkeit, die 
Rationalität, die Bescheidenheit, die seelische 
Aussteuerung

Im Moment verweigerst Du Dich einer Lebenssituation. Du 
willst Dich Ihr nicht beugen. Und doch musst Du dich deiner 
(vorgefundenen) Situation anpassen und bei einer 
Entscheidung zwischen Kopf und Bauch sollte der Kopf, die 
Vernunft, die Oberhand gewinnen. Als Ergebnis Deines 
Lernprozesses steht in diesem Fall nicht der große Schatz 
am Ende des Regenbogens, sondern ein stilles, unscheinbares 
Zurechtrücken, ein Verstehen bei dem Deine Seele sich 
wieder einordnet und zufrieden den Platz einnimmt, der ihr 
zusteht. Hier ist es das Backen der "kleinen Brötchen", 
das Heil bringt.

@@a) Das Problem

Diese Karte will sagen, daß du dich im Moment deiner
Lebenssituation nicht beugen willst und dich ihr verwei-
gerst. Du walzt die Schuld auf andere ab, möchtest eine
weiße Weste behalten und verstrickst dich auf diese
Weise in Projektionen, die mit einem auf dich zeigenden
Finger doch letztlich wieder zu dir zurückkehren.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es hilft nichts, du mußt in den sauren Apfel beißen und
dich fügen, dich deinen Lebensumständen anpassen und,
wie man so schön sagt: kleine Brötchen backen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

lm Ergebnis deines Lernprozesses steht in diesem Fall
nicht der große Schatz am Ende des Regenbogens, sen-
dem ein stilles, unscheinbares Einrenken, ein Verstehen,
bei dem deine Seele sich wieder einordnet und zufrieden
den Platz einnimmt, der ihr zusteht.

@7
Der Partner
(Waage/Venus)

Der Andere, die Beziehung, der Ausgleich, das Symbolon, der 
Spiegel, die Ergänzung, die bessere Hälfte

Du bist im Moment nicht bereit, in den Spiegel des anderen 
zu schauen und das, was Du dort erblickst, als Deines zu 
erkennen. Es geht bei dieser Karte wirklich darum, dass Du 
lernst, Dich im anderen wieder zu finden und mit dem 
inneren und äußeren Partner wieder in ein Gleichgewicht, 
wieder in einen Einklang kommst. Das "Symbolon" möchte 
sich (an dieser Stelle) schließen und die auseinander 
strebenden Teile wieder zurück verbinden.

@@a) Das Problem

Du bist im Moment nicht bereit, in den Spiegel des
anderen zu schauen und das, was du dort erblickst, als
deines zu erkennen.
Du willst nicht sehen, daß der andere nur deine eigene
Andersartigkeit zum Ausdruck bringt!

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Der Weg besteht darin, dich im anderen verstehen zu
lernen. Also mußt du in den Austausch treten, mußt dem
anderen die Hand zur Versöhnung (oder zum Verständ-
nis) reichen.
Du benötigst auf deinem Weg jemanden, der dir die
Augen Öffnet.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast dich im anderen wiedergefunden und bist mit
dem äußeren und inneren Partner wieder im Gleichge-
wicht, wieder im Einklang. Das symbolon hat sich (an
dieser Stelle wieder) geschlossen, Die Teile sind mit~
einander verbunden.

@8
Der Verführer
(Skorpion/Pluto)

Der Teufel, die Vorstellung, die Idee, der Selbstmörder, 
die Verbindlichkeit, die Fixierung, der Fanatismus, die 
Unterwelt

Du hast Dich in ein Etwas hinein verrannt. Du sitzt fest. 
Also mache Dir klar, welche Idee Dich im Moment in ihren 
Klauen hat. Mehr brauchst Du nicht zu tun - aber auch nicht 
weniger. Eine Metamorphose muss stattfinden. Die alten 
Bilder müssen zerspringen, so wie einst das goldene Kalb 
durch Moses' Schläge zersprungen ist. Am Ende löst sich 
nämlich jede Vorstellung (jedes Bild) auf wie Nebel in der 
Sonne. Sie (es) sie hat nie wirklich gelebt.

@@a) Das Problem

Du hast dich in eine Idee verrannt, du sitzt fest. Und
damit opferst du gerade einen sehr lebendigen Teil von
dir, ja, du gibst einen Teil deiner Seele fort in der Hoff-
nung, etwas Besseres dafür zurückzubekommen. Damit
aber wirst du von Kräften beherrscht, die aus der Unter-
welt stammen. Du steckst gerade in "Teufels Küche".
Mache dir klar, welche Idee dich im Moment in den
Klauen hat. Tue nicht mehr — aber auch nicht weniger!

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Erst indem du dich ganz auf jene Landschaft der Un-
terwelt eingelassen hast, erst indem du sie durchwandert
hast, kannst du am anderen Ende wieder ans Licht em-
porsteigen, Hier unten kannst du nichts anderes machen
oder gar "besser" werden. (Hüte dich davor, besser wer-
den zu wollen — das ist eine seiner Lieblingsideenl) Es
gibt nur den Spruch Vergils, der dir hier weiterhelfen
kann: "Schaue hin, und gehe weiter!"

@@c) Das Ergebnis des Weges

Eine Metamorphose wird stattfinden. Die alten Bilder
mussen zerspringen, so wie einst das goldene Kalb durch
Moses Schläge. Am Ende löst sich die Vorstellung auf
wie Nebel an der Sonne. (Denn sie hat nie gelebt).

@9
Der Verk¸nder
(Schütze/Jupiter)

Der Priester, der Missionar, der innere Therapeut, der 
Glaube, die Einsicht, die philosophische Sicht der Welt

Wo bleibt im Moment Dein Verständnis oder Deine 
Erinnerung, an Deine eigene Seelengeschichte? Du solltest 
hier lernen, Dich zu erinnern, aber nicht den Sinn im 
Außen zu suchen. Somit ist es an der Zeit, dass Du etwas 
weiter wirst, offener und toleranter. Erst dann bist Du in 
der Lage, Deiner Seelengeschichte näher zu kommen. 
Mnemosyne, die Göttin der Erinnerung, kann Dir einen 
Schatz verheißen. Nämlich: Selbsterkenntnis ist der 
einzige Reichtum in der Seele.

@@a) Das Problem

Wo bleibt im Moment dein Verständnis, deine Erinne-
rung an deine eigene Seelengeschichte'? Du bist in der
Anmaßung gefangen, anderen deine Meinung und dein
Wissen aufzunötigen. doch der Boden deiner eigenen
Seele bleibt unfruchtbar,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Erinnere dich! — das sagt dir diese Karte. Mache dich
auf die Suche nach deinem inneren Therapeuten (gege-
benenfalls braucht dieser einen Menschen als Spiegel im
Außen). Und vor allen Dingen: Kehre uni. Lösungen für
dein Problem findest du nur und ausschließlich in deiner
eigenen Geschichte.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du wirst dich weiterentwickeln. Offener und toleranter
werden, Mncmosyne, die Göttin der Erinnerung, hat dir
für das Ende deines Weges einen Schatz vcrheißen:
Erkenntnis ist der Reichtum der Seele.

@10
Der Meister
(Steinbock/Saturn)

Die Gesetzmäßigkeit, die Verantwortung, das Schicksal, 
der Alte, der Tod, der mitleidlose Lehrer

Du bist innerlich verhärtet, hast seit einiger Zeit einen 
Panzer angezogen und niemand traut sich, zu dir durch zu 
dringen oder wünscht sich, in die Nähe deines Inneren zu 
gelangen. Und das ist auch richtig so. Jetzt geht es 
nämlich darum, den Ernst des Lebens zu betrachten und auf 
deinem jetzigen Weg ein Stück “erwachsener” zu werden. 
Außerdem musst Du lernen, zu verstehen, dass über Dir ein 
objektives Schicksal waltet. Eine Macht (die Macht des 
Schicksals), die Du nicht beeinflussen kannst und der Du 
Dich beugen musst, oder: vor der Du dich verbeugen musst. 
Es geht auch darum, dass Du die Verantwortung für dieses 
Schicksal übernehmen musst. Und wenn es sichtbar auftritt, 
so antwortest (verantwortest) Du auf es mit einem klarem JA.

@@a) Das Problem

Du bist innerlich verhärtet, hast einen Panzer angelegt,
und niemand dringt mehr zu dir durch oder kann in die
Nähe deiner Seele gelangen. Es ist, als hättest du dich
hoch in einem Gebirge in die Festung der Einsamkeit
zurückgezogen. Diese Festung gehört zu dir. Sie ist ein
Teil von dir. Betrachte sie und versuche, die Verantwor-
tung für ihren Bau selbst zu übernehmen.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg durch das Problem hindurch geht es
darum, daß du den Ernst des Lebens in Betracht zu
ziehen Iemst, Hier kannst du jetzt nicht mehr spielen,
sondern mußt dich ernsthaft deinen Problemen stellen.
Es geht darum, unterwegs "erwachsen" zu werden.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Als Ergebnis deines Weges hast du verstanden, daß über
dir ein objektives Schicksal waltet. Eine Macht (die
Macht des Schicksals), die niemand beeinflussen kann
und der du dich beugst — und vor der du dich verbeugst.
Jetzt trägst du die Verantwortung für sie, d. h. du ant-
wortest (verantworten) auf sie mit einem klaren "Ja".

@11
Der Narr
(Wassermann/Uranus)

Der Entbinder, die Freiheit, der Außenseiter, der "wahre" 
Held, der Steppenwolf

Du hast im Moment den Zugang zu dem verloren, was 
“Freiheit” im ureigensten Sinn eigentlich bedeutet: 
Loslösung. Und so möchten Dich die momentane Situation 
heraus katapultieren aus einer alt gewordenen und 
überholten Position. Es geht jetzt darum, das du einen 
Entwicklungsprozess durchlaufen mußt, der Dir - ohne das 
Du es richtig bemerkt hast - Flügel hat wachsen lassen. 
Also: Lerne zu fliegen!

@@a) Das Problem

Du hast im Moment den Zugang zu dem verloren, was
Freiheit im ureigensten Sinn bedeutet. Du glaubst viel~
leicht, du müßtest aus der Gefangenheit in deiner Le-
benssituation ausbrechen, doch hilflos und ergebnislos
rüttelst du an den äußeren Umständen. Du verstehst die
wahre Botschaft des Narren nicht. Sie liegt darin, daß
der Mensch sich jede Möglichkeit, jeden Weg geistig
wie seelisch erst erarbeiten muß, um so über eine Situa«
tion hinauszuwachsen,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Versuche eine geistige Position außerhalb deiner mo-
mentanen Verstrickung einzunehmen, Der Weg in die
Freiheit ist schlicht eine Loslösung, ein Loslassen von
deinemjetzigen Problem, auch wenn dir das im Moment
noch paradox erscheint, Versuche, dich mit deinem
Narren zu verbunden und lerne. uber dich selbst zu
lachen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Die Umstände haben dich herauskatapultiert aus deinen
veralteten, überholten Positionen. Dein Entwick-
lungsprozeß hat dir — ohne daß du es merktest — 
Flügel
wachsen lassen.
Also: Fliege!

@12
Der Engel
(Fische/Neptun)

Die Wahrheit, der göttliche Funke, die Weisheit, die 
Intuition, der Traum, die Illusion

Du hast Dich ein Stück weit verloren. Hast Dir durch 
Illusionen den Blick auf Deine Wahrheit vernebelt und 
verstellt. Löse dich also immer wieder ein Stück weit vom 
Außen, gehe in die Kontemplation und schaue nach innen. 
Das Ziel deiner Wanderung ist auf den ersten Blick nicht zu 
erkennen, es ist nämlich im Außen nicht sichtbar. Doch im 
Inneren Deiner Seele wird irgendwann der Stern der von Dir 
erfahrenen Wahrheit aufleuchten.

@@a) Das Problem

Du hast dich verloren, hast dir durch Illusionen den
Blick auf deine Wahrheit vernebelt. Du versteckst dich
vor dir selbst und machst dir etwas vor. Du versuchst,
Probleme zu verdrängen, ihnen auszuweichen und
scheust dich, den Realitäten ins Auge blicken. Du bist
durch dein Problem noch längst nicht durchgegangen —
du stehst noch weit vor dem Anfang der Bewältigung.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Den Begriff "Lösung" mußt du sehr ernst und sehr wört—
lich nehmen. Löse dich vom Außen, begib dich in Kon-
templation, und schaue nach innen. Dein Problem hat
keinen Bezug zur äußeren, realen Welt — es gibt nichts
für dich zu tun, außer: Schau hin!

@@c) Das Ergebnis des Weges

Das erreichte Ziel deiner Wanderung ist auf den ersten
Blick nicht zu erkennen, es ist im Außen nicht sichtbar.
Doch im Inneren deiner Seele wird der Stern der von dir
erfahrenen Wahrheit aufleuchten.

@13
Der Trotz
(Krebs/Widder, Mond/Mars)

Das zerstörerische Kind, der Zorn, "Hänschen Klein", die 
Wut im Bauch, Hass auf die Mutter, Ablehnung der 
Weiblichkeit

Du hast "Bauchschmerzen", denn ein kleines wütendes Kind 
tobt in dir, trommelt mit seinen Fäusten gegen dein 
Innerstes und will heraus. Erst wenn Du lange genug Kind 
warst und all die Gefühle von Trotz, Wut und Ärger 
ausgelebt hast, kannst Du Frieden schliessen mit diesem 
kleinen "Quälgeist". Dann erst kannst Du ihn in Deine Arme 
nehmen, und sein Widerstand wird (eines Tages) - wie das 
bei kleinen Kindern so ist - mit einem tiefen Seufzer und 
einer "süssen Müdigkeit" dahinschmelzen.

@@a) Das Problem

Du hast "Bauehschmerzen", denn ein kleines wütendes
Kind tobt in dir, trommelt mit seinen Fäusten gegen dein
Innerstes und will heraus. Die ganze Welt ist "böse" und
hat sich (scheinbar) gegen dich verschworen. Akzeptiere,
daß du im Moment ein kleines Kind bist, weit entfemt
von Vernunft und Erwaehsenseiri.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Jahre oder Jahrzehnte alte Wut will ausbrechen. Unter
Wehen wirst du dein Innerstes nach außen gebähren
müssen. Ohne daß du deinen aufgestauten Zorn heraus-
läßt und auslebst, können deine Energien nicht mehr
fließen. Suche dir einen (eventuell therapeutischen) Rah-
men, in dem es möglich ist, deine Wut ungehindert und
ohne jemandem zu schaden auszuagieren.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Erst wenn man lange genug Kind war und all die Ge-
fühle von Trotz, Wut und Arger ausgelebt hat, kann man
Frieden schließen mit diesem kleinen "Qualgeist". Du
wirst ihn eines Tages in deine Arme schließen müssen.

@14
Die zwei Gesichter der Eva
(Krebs/Stier, Mond/Venus)

Der Rollenkonflikt, Gefühlsambivalenz, zwei Seelen in 
einer Brust, Ehefrau und Geliebte

Du stehst vor einer Entscheidung und kannst sie nicht 
treffen. Denn zwei Seelen wohnen in der weiblichen Seite 
deiner Brust und streiten: Willst du Geliebte oder Mutter 
sein (als Mann: willst du eine Geliebte oder eine Mutter 
haben)? Die Karte verlangt von Dir, dass Du Deine 
Halbherzigkeit kennenlernst. Ja, zwei Gestalten haben ihren 
Platz in in deiner Seele, beide haben ihre Zeit, und beide 
stehen Dir sehr nahe - nur sich selbst mögen sie nicht! 
Akzeptiere ihre Entfernung voneinander.

@@a) Das Problem

Du stehst vor einer Entscheidung und kannst sie nicht
treffen. Sowohl das eine als auch das andere ist mit
einem Opfergeschehen verbunden, und dieses Opfer ist
dir zu groß. So bleibst du halbherzig, und darin liegt das
Problem. Zwei Seelen wohnen in der weiblichen Seite
deiner Brust: Willst du die Geliebte oder die Mutter sein
(oder als Mann: die Geliebte oder die Mutter haben)?
Jede Entscheidung würde das Problem nur verdrängen.
Die Karte verlangt von dir, daß du deine I-Ialbherzigkeit
kennenlernst, sonst nichts!

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es ist erforderlich, daß du auf deinem Weg die beiden
Gestalten identifizierst, die dich im Inneren heraus-
fordern und sich doch auch gegenseitig nicht so gut
leiden konnen. Jede von Ihnen sagt: "Nimm mich!", und
so lernst du, daß du dich im Grunde auf beide nicht
richtig einlassen kannst.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende siehst du, beide Gestalten haben ihren Platz in
deiner Seele, beide haben ihre Zeit, und beide stehen dir
sehr nahe — nur sich selbst nicht! Du akzeptierst ihre
Entfernung voneinander.

@15
Die Aussprache
(Krebs/Zwillinge, Mond/Merkur)

Das Sprechen über Gefühle, die Gesprächs-Therapie 
(Psychoanalyse), in Kontakt kommen mit den Gefühlen, die 
Verbindung von Kopf und Bauch

Du bleibst lieber an der Oberfläche und möchtest von 
Deinen Gefühlen nichts wissen. Jedoch: Es ist an der Zeit, 
dass Du aussprichst, was Dich bewegt, was in Dir vorgeht. 
Erst am Ende eines längeren Weges hast Du Kopf und Bauch 
miteinander verbunden. Dann lässt Du Dich weder von Deinen 
Gefühlen terrorisieren (oder terrorisierst andere), noch 
verweigerst Du Dich ihnen. Sobald Du sie fühlst, kannst Du 
sie ausdrücken. Aber mache keine große Sache daraus, so 
wichtig sind sie nun auch wieder nicht.

@@a) Das Problem

Du bleibst lieber an der Oberfläche und möchtest von
deinen Gefühlen nichts wissen. Du versuchst alles, damit
du sie nicht wahrnehmen oder gar nach außen bringen
mußt.
Dabei weiß du schon längst, wa.: endlich angesprochen
werden müßte. Du mußt nämlich wissen, daß unausge-
sprochene Gefühle die Eigenschaft haben, krank zu
machen und wie Blei im Magen zu liegen.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es ist an der Zeit, daß du aussprichst, was dich bewegt,
was in dir vorgeht. Ohne diese Aussprache geht es nicht
voran — nur noch zurück. Such dir einen Psychologen
oder einen Freund, wenn du niemanden hast. der dir
zuhört.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast Kopf und Bauch miteinander verbunden. Weder
läßt du dich von deinen Gefühlen terrorisieren (oder
terrorisierst andere), noch verschweigst du sie. Sobald du
sie fühlst, kannst du sie ausdrücken. Aber du machst
keine große Sache daraus — so wichtig sind sie nun auch
wieder nicht.

@16
Die Unvereinbarkeit
(Krebs/Löwe, Mond/Sonne)

Die Vertreibung aus dem Paradies, Der Doppelmensch, Die 
Ehe, Tag und Nacht, Yin und Yang

In der Tiefe Deines Problems liegt ein Nichtverstehen oder 
ein Nicht-wahrhaben-wollen der prinzipiellen 
Unvereinbarkeit zwischen Mann und Frau. Versuche - für 
einen Moment - die jeweils andere Position zu verstehen. 
Erst am Ende des Weges stehen sich beide Seiten 
gleichberechtigt gegenüber.Damit ist zwar die 
Unvereinbarkeit nicht aufgehoben, aber Du weißt dann, dass 
es beide Seiten gibt und Du würdigst sie entsprechend. 
Manchmal erhältst Du hier wieder eine Ahnung vom Paradies. 
Und die Momente, in denen beide Parteien sich erblicken 
können (am Anfang und Ende des Tages), lassen Dein Herz 
ein wenig schneller schlagen.

@@a) Das Problem

ln der Tiefe deines Problems liegt ein Nichtverstehen der
prinzipiellen Unvereinbarkeit zwischen Mann und Frau.
Als Mann verstehst du "die Frau in dir" nicht, und als
Frau verstehst du den "Mann in dir" nicht. Versuche —
für einen Moment —, die jeweils andere Position zu se-
hen.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg mußt du einen Abschnitt durchwan—
dern. Da ist es erforderlich, der bisher vernachlässigten
Seite (ob männlich oder weiblich, weißt du selbst am
besten) sehr viel mehr Aufmerksamkeit zu widmen. als
du es bisher getan hast. Du mußt deine weibliche Seite
dem Mannlichen zumuten und deine männliche Seite
dem Weiblichen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende des Weges stehen beide Seiten gleichberech-
tigt gegenüber. Damit ist zwar die Unvereinbarkeit nicht
aufgehoben, aber du weißt jetzt, daß es beide Seiten gibt,
und du wurdigst sie entsprechend, Hier erhältst du wie-
der eine Ahnung vom Paradies, und die Momente (am
Anfang und Ende des Tages), wo beide sich erblicken
können, lassen dein Herz ein wenig schneller schlagen,

@17
Die Für-Sorge
(Krebs/Jungfrau, Mond/Merkur)

Das Mitleid, Das Behüten, Das Sich-Kümmern, Der Kummer, 
Das Sorgenkind, Das Helfer-Syndrom

Du hast bisher übersehen, dass es jemanden gibt, der auf 
Deine Fürsorge, auf Dein Mitleid angewiesen ist. Kümmere 
Dich. Sorge Dich um Dein eigenes Gefühlsleben. Erst dann 
wird die Mutter-Kind-Beziehung in Deinem Inneren wieder 
hergestellt sein. Du hast dann nicht mehr soviel Angst, 
fühlst Dich nicht mehr so hilflos und ausgeliefert, wenn 
Du gelernt hast, Dich um Dich selbst zu kümmern. Dich 
deiner selbst anzunehmen.

@@a) Das Problem

Du hast bisher übersehen, daß es jemanden gibt, der auf
deine Fürsorge, auf dein Mitleid angewiesen ist. Derje-
nige im Außen, der darauf wartet, daß du dich küm-
merst, ist freilich nur ein Spiegel für das kleine Kind in
deinem Inneren, dem du dich zuwenden müßtest.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Kümmere dich. Sorge dich um dein eigenes Gefühlsle·
ben. Lasse dich nicht ablenken von den Gefühlen der
anderen.
Dein inneres Kind weint und wartet darauf, daß du dich
ihm zuwendest.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Die Mutter—Kind—Beziehung in deinem lnneren ist wieder
hergestellt. Du hast nicht mehr soviel Angst, fühlst dich
nicht mehr so hilflos und ausgeliefert, weil du gelernt
hast, dich um dich selbst zu kümmern.

@18
Die Familie
(Krebs/Waage, Mond/Venus)

Das gemeinsame Dritte, Die seelische Verbindung , Das Wir, 
Das Bekenntnis, Sich einlassen auf Beziehung, Das 
Composite, Der Zusammenhalt

Du hast dazu beigetragen etwas Drittes zu zeugen, aber Du 
weigerst Dich, Dich auf dieses Dritte einzulassen. Bekennen 
aber heisst: Sich seelisch in etwas hinein zu begeben und 
dieses Gewässer zu durchzuwaten. Dieses gemeinsame Dritte 
ist mehr, ist als ihr beide zusammen. Aber es gehört nicht 
Dir, es führt ein Eigenleben. Es benötigt beide 
Elternteile eine gewisse Zeit, damit sie es mit seelischen 
Energieen nähren und heranwachsen lassen. Dann aber müsst 
Ihr es ziehen lassen.

@@a) Das Problem

Du hast dazu beigetragen, etwas Drittes zu zeugen, aber
du weigerst dich, dich auf das Dritte einzulassen. Du
verweigerst die seelische Annahme und willst damit ein
gemeinsames Drittes zur Adoption freigeben.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf dem Weg durch das Thema deiner Frage hindurch
wird dir ein Bekenntnis abverlangt. Bekennen aber heißt:
sich seelisch auf etwas einzulassen und durch dieses
Gewässer hindurchzuwaten. Erschwert wird das Ganze
dadurch, daß ein Drittes produziert werden ist, das zu-
sätzliche eigene Forderungen Stellt.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Etwas Gemeinsames wird entstehen, ein Drittes, das
mehr ist als ihr beide zusammen. Es gehört nicht dir,
sondern führt ein Eigenlebcn, aber es benötigt beide
Elternteile eine gewisse Zeit, um sich mit seelischen
Energien zu nähren und heranwachsen zu lassen.

@19
Die Abtreibung
(Krebs/Skorpion, Mond/Pluto)

Die verkaufte Seele, Die geopferte Weiblichkeit, Die 
Vorstellung von Gefühlen, Die seelische Abhängigkeit, Die 
Depression, Mütterlichkeit aus der Vorstellung

Der Gott der Unterwelt hat Dich fest im Griff. Es wartet 
auf Dich noch ein weiter Weg zum Licht. Zuerst musst du in 
die Tiefe, in die Welt des Schattens. Erst danach kannst Du 
Deinen Zugang zum Lebendigen wiederfinden. Du hast zu 
vieles geopfert: Bilder und Vorstellungen von Gefühlen, 
die Ersatz und Betrug waren. Vieles musst Du Dir dann 
geradezu "aus der Seele reissen". Diese Wunde wird noch 
lange schmerzen, doch an ihr wirst Du freier, 
unabhängiger. Erst nach diesem Prozeß binden die 
geopferten Teile Dich nicht mehr, haben keine Macht mehr 
über Dich.

@@a) Das Problem

Der Gott der Unterwelt hat dich fest im Griff. Du hast
dem Feind des Lebendigen deine Seele geopfert und
suchst nun Linderung bei den anderen. Du saugst dich
fest an der Hoffnung, ein anderer könnte dich aus der
Dunkelheit befreien. Es ist für dich ein weiter Weg zum
Licht, denn du mußt zuerst in die Tiefe, in die Welt des
Schattens, bevor du den Zugang zum Lebendigen wie-
derfindest,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg ist es erforderlich, daß du — wie wei-
land Persephone — mit deinen Gefühlen in die Unterwelt
hinabsteigst. Dort wird dir deutlich werden, daß du dich
zuerst einmal total einlassen, dich mit Haut und Haaren
deinen Gefühlen verschreiben mußt, bevor du aus der
Tiefe wieder emporsteigen darfst.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast vieles geopfert: Bilder und Vorstellungen von
Gefühlen, die Ersatz und Betrug waren. Vieles mußtest
du dir geradezu "aus der Seele reißen". Die Wunde wird
noch lange schmerzen, doch jetzt bist du freier, unab-
hängiger. Denn die geoplcrtcn Teile binden dich nicht
mehr, haben keine Macht mehr über dich.

@20
Mnemosyne
(Krebs/Schütze, Mond/Jupiter)

Die Erinnerung, Die Therapie, Die Einsicht in die Seele, 
Die persönliche Wahrheit, Die Musen

Im Moment fließt das Wasser der Lethe durch Deine Seele, 
und Du hast keine Möglichkeit, Dich zu erinnern. Mnemosyne 
möchte Dich erreichen und Dir mitteilen, dass Du nur dann 
Dein Problem zu lösen vermagst, wenn Du Dich an das 
Erinnern erinnerst. Am Ende Deines Weges hat der Prozess, 
den Du durchlaufen mußtest (so schwierig er auch war), Dir 
eine wichtige Einsicht über Dein Inneres übergeben. Darum 
ging es: Du bist hinab gestiegen und hast dich erinnert.

@@a) Das Problem

Im Moment tließt das Wasser der Lethe durch deine
Seele, und du hast keine Möglichkeit, dich zu erinnern.
Du negierst, daß es einen (weiblichen) Therapeuten in
dir gibt und bist im Banne des Vergessens. Dämmerung
umgibt dich. Und doch möchte Mnemosyne dich errei-
chen, möchte dir mitteilen, daß du nur dann dein Pro-
blem zu lösen vermagst. wenn du dich an das Erinnern
erinnerst.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg durch das Problem hindurch wirst du
eine Form der Therapie machen müssen. Dabei muß
nicht unbedingt ein weltlicher Therapeut (für den du
Geld bezahlst) am Werk sein ~ aber hilfreich wäre es
schon.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende deines Weges hat der Prozeß, den du durch-
laufen hast (so schwierig er auch war), dir eine wichtige
Einsicht über dein Inneres verliehen. Darum ging es: Du
bist hinabgestiegen und hast dich erinnert.

@21
Die Eiskönigin
(Krebs/Steinbock, Mond/Saturn)

Die verhärtete Weiblichkeit, Das einsame Kind, Die strenge 
Mutter, Die Schuldgefühle, Die Depression

Auf dem Grunde Deines Problems liegt jene innere Person, 
die ihre Gefühle verschlossen hat. Der Auftrag dieser 
Karte also lautet: Mache nicht die Welt verantwortlich für 
deine Härte, sondern finde sie in dir. Am Ende des Weges 
kannst Du mehr Verantwortung für Deine eigenen 
versteinerten Gefühle übernehmen. Du lastest Deine eigene 
Härte dann nicht mehr den anderen an. Sie gehört zu Dir! 
Nur diese radikale Erkenntnis wird Dir eine Art Tauwetter 
bringen.

@@a) Das Problem

Auf dem Grunde deines Problems liegt jene innere Pen
son, die ihre Gefühle verschlossen hat. Du hast dich
eingeigelt, hast deine Gefühle Init einer Mauer um-
schlossen ("Gefühls—Panzer") und reagierst jetzt Init
Kälte und Unnahbarkeit, Der Auftrag lautet: Mache nicht
die Welt verantwortlich für deine Härte, sondern finde
sie in dir!

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es ist an der Zeit, ein Stück erwachsen zu werden. Dazu
kannst du dir die Frage vorlegen: Wo sind meine Tränen
geblieben? Erst durch die Tränen des Verlustes (nicht zu
verwechseln mit den Tränen des Selbstmitleids — diese
sind billig zu haben) und durch die verletzten Gefühle
hindurch kann die Weiblichkeit in dir aufschimmern.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende des Weges kannst du mehr Verantwortung für
deine eigenen versteinerten Gefühle übernehmen. Du
lastest deine eigene Härte dann nicht mehr den anderen
an. Sie gehört dir! Nur diese Erkenntnis wird dir eine
Art Tauwetter bringen.

@22
Die Ent-Bindung (Krebs/Wassermann, Mond/Uranus)

Die emotionale Loslösung, der Abschied von der Kindheit, 
Die Fröste der Freiheit, Die Ungeborgenheit, 
Heimatvertrieben

Du willst nicht wahrhaben, dass die Zeit der Geborgenheit 
vorbei ist. Du bist bereits längere Zeit 
entwicklungsüberfällig, und es ist hohe Zeit, aus dem Ei 
zu schlüpfen und Dich auf eine neue Entwicklungsphase 
vorzubereiten. Wenn Du jedoch ausgeschlüpft bist, ist es 
im Anfang ziemlich kalt, aber das gehört - wie du weißt - 
zum Erwachsenwerden. Mit der Zeit wird dir zunehmend mehr 
Stärke zuwachsen und deine Seele wird "befiedert" werden. 
Das ist - nach Platons Worten - das wichtigste, was einer 
Seele passieren kann.

@@a) Das Problem

Du willst nicht wahrhaben, daß die Zeit der Geb0rgen—
heit vorüber ist. Du bist bereits längere Zeit "entwick-
lungsüberfällig", und es ist hohe Zeit, aus dem Ei zu
schlüpfen, Da du jedoch Angst hast, die zu eng be-
schaffene Form zu verlassen, kann es sein, daß die
schützende Hülle mit Gewalt von außen aufgebrochen
werden muß.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du weißt jetzt, daß in der Hülle bereits tiefe Rissc sind
und daß aus dir heraus etwas Neues geboren werden
muß, Ein Thema deines Lebens ist alt geworden. Auf
deinem Weg müssen noch die Reste der Schalen weg-
gedrückt werden, und das wird einige Arbeit und einige
Schmerzen kosten — aber du weißt, du kannst nicht mehr
zurück.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du bist ausgeschlüpft, und es ist im Anfang kalt, aber
das gehört — wie du weißt- zum Erwachsenwerden. Mit
der Zeit wird dir immer mehr Stärke zuwachsen, und
deine Seele wird "befiedert" werden. Das ist — nach
Platos Worten — das Wichtigste, was einer Seele pas-
sieren kann.

@23
Der Dornröschen-Schlaf
(Krebs/Fische, Mond/Neptun)

Der Traum, Die Sehnsucht, Das Ungeborene, Die verwunschene 
Seele, Die Intuition, Das Warten, Die Frau im Reich des 
Vergessens,

Du bist im Moment heimatlos, ungeborgen und wartest. Das 
heißt, Du bist auf Dein (eigenes inneres) ungeborenes Kind 
gestossen und spürst, dass es in seiner jetzigen Situation 
nicht zu Hause ist. Solange Du jedoch im Außen suchst, 
suchst Du vergebens. Du lernst aber dabei, dass neben der 
sichtbaren Welt eine viel tiefere und größere unsichtbare 
Welt vorhanden ist, und für diese wirst Du - früher oder 
später - einen Führer finden. Er, dessen Name "Intuition" 
lautet, zeigt Dir die Wunder des Objektiven, der "Welt 
hinter der Welt" und lässt Dich Dein Alleinsein vergessen.

@@a) Das Problem

Du bist im Moment heimatlos, ungeborgen und wartest.
Eine Woge der Sehnsucht ist in dir freigesetzt worden,
und es ist niemand da, der sie ernsthaft befriedigen
könnte. Das kann ein süßer Schmerz sein, aber auch ein
tiefer Kummer, in dem du dich vergräbst. An diesem
Gefühl kann man nichts verändern, man kann es nur
durchleiden,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Zwar spürst du deine Einsamkeit, aber du merkst auch
schon, daß nur in deiner Heimatlosigkeit der Himmel zu
dir spricht. Achte auf deine Träume (mache Phantasie—
reisen etc.), damit du die Botschaften des inneren deut~
licher in dir zu spüren vermagst. Solange du im Außen
suchst, suchst du vergebens.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du lernst, daß es neben der sichtbaren Welt eine viel
tiefere unsichtbare Welt gibt, und für diese wirst du
einen Führer finden. Er, dessen Name "Intuiti0n" lautet,
zeigt dir die Wunder des Objektiven und läßt dich dein
Alleinsein vergessen.

@24
Der Kampf
(Löwe/ Widder, Sonne/Mars)

Der aggressive Machtkampf, Der Pyrrhussieg, Die 
Selbstvernichtung, Das Eigentor, Das Spiegelfechten

Du hast Dich in Deine eigenen Aggressionen verstrickt. So 
dass Du im Moment selbst Dein ärgster Feind bist. Deine 
jetzige Aufgabe ist es, neue Räume zu ergreifen, Dir einen 
neuen Platz zu erkämpfen. Außerdem sollst Du lernen, dass 
der Feind im Aussen immer nur eine Spiegelung einer Deiner 
inneren Person und damit ein Teil von Dir ist. Dennoch 
bedeutet es nicht, dass durch dieses Wissen ein notwendiger 
KAMPF verhindert werden soll, sondern: Du bekommst die 
Entscheidungsfreiheit, ob du kämpfen willst oder nicht, 
zurück. Du musst lernen, den kriegerischen Drang deines 
Egos nicht überzubewerten.

@@a) Das Problem

Du hast dich in deine Aggressionen verstrickt. Du
glaubst, den Feind im Außen identifiziert zu haben und
versuchst verzweifelt, ihn zu besiegen, ohne wahrzuneh-
men, daß du gegen dich selbst einen Feldzug führst. Du
bist im Moment dein argster Feind. Je vehementer du
siegen möchtest, desto mehr Kräfte verlierst du, und du
vernichtest letztlich nur dich selbst.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Deine Aufgabe ist es, Raum zu ergreifen, dir deinen
Platz zu erkämpfen. Niemand wird dir freiwillig etwas
geben. Es geht Auge um Auge — Zahn um Zahn. Auch
wenn es nur ein knapper Sieg oder gar eine Niederlage
werden sollte — auf deinem Weg kannst du nur dann
etwas lernen, wenn du den Mut hast, zu kämpfen und
dich deinen Gegnern zu stellen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast gelernt, daß der Feind im Außen immer nur eine
Spiegelung einer deiner inneren Personen und damit ein
Teil von dir selbst ist. Dennoch bedeutet es nicht, daß
durch dieses Wissen ein notwendiger Kampf verhindert
werden soll, sondern: Es gibt dir die Entscheidungsfrei—
heit, ob du kämpfen willst oder nicht, zurück.

@25
Die Herrscherin
(Löwe/Stier, Sonne/Venus)

Die weibliche Macht und Stärke, Glanz und Prunk, Die 
Königin, Der Einsatz von sinnlichen Mitteln und erotischer 
Ausstrahlung

Du machst Dich abhängig von einer Ego-Position, die Du nur 
über andere erreichen kannst oder nur über andere 
erreicht hast. So hat Dein eigenen Wert also kaum ein 
Fundament. Du musst lernen zu durchschauen, dass deine 
Position die eines Zweiten, also nicht die eines 
eigenständigen Königs ist. Du bist von anderen (auch von 
deinen Untertanen) abhängig. Freundlich und loyal solltest 
du diese Position ohne falsche Bescheidenheit nutzen, ohne 
die geborgten Federn verbergen zu müssen. Nur so wirst du 
zu einer echten Königin werden.

@@a) Das Problem

Du machst dich abhängig von einer Ego-Position, die du
nur über andere erreichen kannst oder nur über andere
erreicht hast. Du bist dabei, dich zu "verkaufen" und
dich an jemanden zu binden, dessen Macht und Starke
auf dich abstrahlen sollen. Dein Eigenwert hat so kein
Fundament.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Für das, was du erreichen möchtest, mußt du lernen,
deine Reize einzusetzen. Sieh es als ein Spiel an, deine
Attraktivität und deinen Charme hervorzukehren und für
deine Wünsche und Ziele einzusetzen. Wir alle spielen
diese Ego-Spiele — es gibt kaum andere.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast durchschaut, daß deine Position der Herrscherin
nicht die eines eigenständigen Königs ist, sondern daß
du von anderen (auch von deinen Untertanen) abhängig
bist. Freundlich und loyal nutzt du diese Position ohne
falsche Bescheidenheit, aber auch, ohne die "geborgten
Federn" verbergen zu mussen.

@26
Der Schauspieler
(Löwe/Zwillinge, Sonne/Merkur)

Die Rolle, Die Selbstdarstellung, Die geliehene Identität, 
"Theater", Die Kulisse, Intellektualisieren

Du ahnst nicht, dass Du in Deiner momentanen Situation nur 
eine "Rolle" spielst. Aber wen könnte man hinter deiner 
Maske zum Vorschein bringen? Wer ist denn überhaupt noch 
anwesend? Ja, Du musst wissen, Du spielst eine Rolle, aber 
Du musst Dich nicht mehr unbedingt mit ihr identifizieren. 
Du kannst es leicht nehmen, wenn Du weißt, es ist nur ein 
Spiel. Und Du kannst es Dir und den anderen auch ruhig 
eingestehen. Und wer könnte Dich dann noch entlarven?

@@a) Das Problem

Du ahnst nicht, daß du in deiner momentanen Situation
nur eine Rolle spielst. Wer du in Wahrheit bist, ist hinter
der "R0lle" verborgen und es kann lange dauern, bis du
dir das eingestehst. Für den Moment genügt es, zu wis-
sen. daß deine Wichtigkeit nur gehorgt. nur gespielt ist.
Natürlich hast du Angst, man könnte dich entlarven.
Aber wen könnte man hinter der Maske zum Vorschein
bringen?

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Spiele deine Rolle. Gehe aufdie Bühne und agiere. Störe
dich nicht daran, daß du es nicht bist. Die Bühne ist im
Moment deine Welt. also spiele, so gut du kannst. Das
klingt für deine Ohren irgendwie falsch? Mach dir nichts
daraus — auf deinem Weg wird das jetzt von dir gefer-
dert. Nimm dich so wichtig, wie deine Rolle es von dir
verlangt.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Jetzt spielst du deine Rolle, aber du identifizierst dich
nicht mehr mit ihr. Du nimmst es leicht. weil du weißt.
es ist ein Spiel. und du kannst es sogar sagen. Du kannst
es dir und dm mu/wei: eingestehen. Wer könnte dich
jetzt noch entlarven?

@27
Der kranke König (Löwe/Jungfrau, Sonne/Merkur)

Der Patient, Die Freudlosigkeit des Alltags, Die 
Erschöpfung, Die Flucht in die Krankheit, Die Geduld

Du flüchtest Dich in einen Zustand, der als Krankheit 
missverstanden werden könnte. Für Dich ist "Ego-Alltag" 
angesagt. Deine Tage sind gleich bleibend grau und farblos. 
Es ist das Thema der "langen Weile". Du musst lernen, dich 
zu gedulden, und mitunter Patient zu sein, im Sinne von 
"patientia", dem geduldigen Tragen von Notwendigkeiten, dem 
Aushalten der kleinen durchschnittlichen Dinge des Alltags.

@@a) Das Problem

Du tlüchtest dich in einen Zustand, der als Krankheit
mißverstanden werden könnte, Dein Ego verweigert sich
dem Leben, da ihm im Moment kein roter Teppich aus»
gerollt wird. Doch bevor du deine "königlichen Füße"
auf einen Boden der Realitäten stellst, verweigerst du
dich lieber und ziehst sie ganz ins Bett zurück.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Für dich ist "Eg0—Alltag“ angesagt. Deine Tage sind
gleichbleibend grau und farblos. Du hast eine Lebens-
strecke zu durchwandern. die dir viel Durchhaltevermö—
gen und Anpassungsleistung abverlangt. Es ist das
Thema der "langen Weile".

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast gelernt, dich zu gedulden und kannst jetzt "Pa-
tient" sein, im Sinne von patiemia, dem geduldigen Tra·
gen der Notwendigkeiten, dem Aushalten der kleinen,
durchschnittlichen Dinge des Alltags.

@28
Die Hoch-Zeit
(Löwe/Waage, Sonne/Venus)

Die Liebe (Die Verliebtheit), Das Paar, Der Höhepunkt, Die 
Euphorie, Das Glück in der Beziehung, Die Vereingung der 
Gegensätze, Die Abhängigkeit von der Beziehung

Du versuchst Dein Glück über den anderen Menschen zu 
verwirklichen. Er soll zu einem Lieferanten für Deine 
Liebe werden. Aber hast Du Deine Liebe schon einmal - ohne 
den anderen - in Dir entdeckt? Siehst Du? Und so musst Du 
wirklich erst einmal lernen, mit dem anderen den 
gemeinsamen Weg zu gehen. Die Liebe ist deine Führerin, 
und du wirst zu ihr zurückkehren. Dann findest Du Deine 
Liebe - über den anderen - auch in dir selbst.

@@a) Das Problem

Du versuchst, dein Glück über den anderen Menschen zu
verwirklichen. Er soll zu einem Lieferanten für deine
Liebe werden — du möchtest dich in seiner Sonne "s0n—
nen". Du sagst, du hättest auch etwas zu geben'? Nun
gut, dann ist es ein Tauschhandelsunternehmen. Aber
hast du deine Liebe schon einmal — ohne den anderen —
in dir selbst entdeckt?
Siehst du!

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du kannst deinen Weg nur mit einem anderen Menschen
zusammen gehen. Es geht bei deinem Weg um ein ge-
meinsames Vorhaben, denn nur mit einem anderen
leuchtet deine Sonne. Zusammen findet ihr (jeder für
sich) den Weg der Herzen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du bist bereits auf einem gemeinsamen Weg. Die Liebe
ist deine Fiihrerin, und du wirst zu ihr zurückkehren. Du
findest deine Liebe — über den anderen — in dir selbst.

@29
Der Magier
(Löwe/Skorpion, Sonne/Pluto)

Der Versuch, Leben zu erschaffen (Das Leben aus der 
Retorte), Schwarze und Weiße Magie, positives Denken, Der 
Perfektionismus, Die Gen-Technologie

Du stehst unter dem Bann eines magischen Aktes. Du liegst 
in geistigen Fesseln, lebst entlang einer Vorstellung (vom 
Leben), die Dich viel Kraft, viel Lebensenergie kostet. Du 
solltest begreifen, dass Du ein Geschöpf und kein 
Schöpfer bist. Du unterliegst einem höheren Gesetz - 
einem größeren Zusammenhang. Erst wenn das zu Dir 
durchgedrungen ist, wirst Du Deinen Frieden finden und 
unter Deinem wahren Stern Deine Bahn finden. So wirst Du - 
früher oder später - erkennen: Alle anderen Sterne sind 
aus "Hollywood" - hübsche Bilder, vorne Glamour, aber 
hinten aus Pappmachè.

@@a) Das Problem

Du stehst unter dem Bann eines magischen Aktes. Das
darf nicht mißverstanden werden. Selbst wenn du dabei
"Opfer" zu sein scheinst. kommt doch nur deine eigene
magische Vergangenheit wieder auf dich zurück. Du
liegst in geistigen Fesseln, lebst entlang einer Vorstel-
lung (vom Leben), die dieh viel Kraft, viel Lebensener-
gie kostet.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Dcin Leben ist in einer Vt>rstellungs—Blase gefangen, wie
ein Homunculus im Reagenzglas. Du hast sehr viele
Energien investiert, um ihn entstehen zu lassen, und nun
ist die Zeit gekommen, ein Opfer zu bringen, um die
gebundenen Kräfte wieder zu befreien. Denke daran: Es
ist nur das Bild, das zerstört wird, Wahrhaftes läßt sich
nicht zerstören.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast verstanden, daß du ein Geschöpf und kein
Schöpfer bist. Du wirst deinen Frieden finden und unter
deinem wahren Stern deine Bahn ziehen. Du erkennst:
Alle anderen Sterne sind aus "l—lollywo0d" — hübsche
Bilder, vorne Glamour, aber eigentlich aus Pappmache.

@30
Fortuna
(Löwe/Schütze, Sonne/Jupiter)

Das Glück, Die geistige Weite, Die Toleranz, Nach den 
Sternen greifen, Die Suche nach Bewunderung, Der 
Optimismus, Der innere Therapeut, Das Vertrauen

Tief in Deinem Inneren gibt es einen gravierenden Mangel an 
Zuversicht. Für Deinen Weg brauchst Du einzig und allein 
das Vertrauen, dass Du ein Empfangender bist und alles 
"Gute" von oben, vom Himmel, Dich begleiten wird - und 
immer begleitet hat. Ja, die Mühe kann sich lohnen. Es 
geht darum, dass das Füllhorn, das immer da war, wieder 
wahrgenommen werden kann. Die Ein-Sichten kehren zurück, 
und das was man "Glück" nennt, kann wieder empfunden 
werden. Du solltest aber darauf achten, dass Dein 
Grössenwahn sich in Grenzen hält und Dein Ego sich nicht 
mehr gar so weit aus dem Fenster lehnt.

@@a) Das Problem

Tief in deinem Inneren gibt es einen gravierenden Man-
gel an Vertrauen. Du hast deinen Optimismus verloren,
du traust deinen Einsichten nicht mehr. Dein Ego hört
nicht mehr auf den (immer anwesenden) inneren Thera~
peuten — die Brücke zur religio ist zerstört.
Auch Größenwahn kann zu einer Folge dieses Prozesses
werden.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Für deinen Weg brauchst du einzig und allein das Ver-
trauen, daß du ein Empfangender bist und daß alles "Gu—
te" von oben, vom Himmel dich begleiten wird.
Der Himmel ist dein Therapeuticum.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Die Mühe lohnt sich. Das Füllhorn wird wieder ausge~
schüttet, Die Ein—Sichten kehren zurück, und das, was
man "Glück" nennen konnte, kann wieder empfunden
werden.

@31
Die Bürde (Löwe/Steinbock, Sonne/Saturn)

Die Mühsal, Das Gewissen, Das (Er-)Tragen des Schicksals, 
Die Ethik, Die Schuldgefühle, Die Verantwortung

Ein Stein lastet auf deiner Seele, auf deinem Gewissen. Die 
Verantwortung liegt ganz allein bei Dir. Es gibt für Dich 
keinen Vater mehr, der Dir etwas abnimmt. Du bist ganz 
allein auf Dich gestellt, und das macht Dir das Leben 
schwer. Doch einmal oben auf dem Berg angelangt, hast Du 
wieder Deinen Überblick und auch Deine Klarheit zurück 
gewonnen. Du hast dann das Gesetz und Dein Gewissen zum 
Maßstab Deinen Lebens gemacht. Oder wie Kant es 
ausdrückt: Der "gestirnte Himmel über Dir und Dein 
Gewissen in Dir" werden jetzt - als einziges - für dich 
handlungsanleitend.

@@a) Das Problem

Ein Stein lastet auf deiner Seele, auf deinem Gewissen.
Du hast noch nicht akzeptiert, daß du ihn in einem lang-
wierigen, schmerzhaften, mühevollen Prozeß abtragen
mußt. Die Verantwortung liegt ausschließlich bei dir.
Du bist ganz allein auf dich gestellt, und das macht dir
das Leben schwer.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Dein Problemberg ist hoch, der Lösungsweg steil. Er
erfordert Einsatz und Mühe von dir. Nur du allein kannst
und mußt diese Arbeit leisten. Bereite dich auf einen
sehr langwierigen Prozeß vor, bei dem du mit Ruck—
schlagen rechnen mußt.
Du hast die Kraft, die Verantwortung zu übernehmen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Oben auf dem Berg angelangt, hast du den Überblick
und deine Klarheit zurückgewonnen. Du hast das Gesetz
und dein Gewissen zum Maßstab deines Lebens ge-
macht.
Wie Kant es ausdrückt: Der "gestirnte Himmel über dir
und dein Gewissen in dir" werden für dich handlungs—
leitend.

@32
Der Sturz
(Löwe/Wassermann,
Sonne/Uranus)

Der Verrat am Königshof, Der Umsturz, Die Wende, Der Fall 
des Egos, Der Machtverlust, Die Untreue

Du bist gestürzt, und kannst es weder verstehen noch 
verwinden. Doch der Sturz geschieht mit Recht und mit 
höherer Notwendigkeit. Das, auch wenn es dem Ego sehr 
wehtut, gilt es zu akzeptieren. Der Auftrag nämlich 
lautet: Mache Dich auf die Suche nach dem Narren in Dir. 
Lerne einzusehen, dass auch Du ein Narr bist, und dass Du 
dieser Rolle noch mehr gerecht werden kannst. Deine 
Identifikation mit dem König ist dann kleiner, die mit dem 
Narren ist dann größer geworden.

@@a) Das Problem

Du bist gestürzt und kannst es weder verstehen noch
verwinden. Du ahnst nicht, daß der Verrat in einem
höheren Auftrag begangen wird, sondern du machst an—
dere dafür verantwortlich, sie hätten dich betrogen oder
verraten. Der Sturz geschieht zu recht und mit höherer
Notwendigkeit. Das gilt es zu akzeptieren, auch wenn es
dem Ego wehtut.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg mußt du irgendwann an eine Stelle, wo
es gilt, deinen Thron und dein mühsam aufgebautes
Königreich zu verlassen. Der Auftrag lautet: Mache dich
auf die Suche nach dem Narren in dir. Das geht nur,
wenn du irgendwann freiwillig dein Bündel schnürst und
dich ein Stück weit befreist.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende schließlich siehst du, daß du auch ein Narr
bist, und du kannst dieser Rolle mehr gerecht werden.
Deine Identifikation mit dem König ist kleiner, die mit
dem Narren ist großer geworden.

@33
Der Rückzug
(Löwe/Fische, Sonne/Neptun)

Der Ego-Verlust, Die Kontemplation, Die Ent-Ichung, Die 
Unscheinbarkeit, Die Ent-Weltlichung, Die existenzielle 
Krise, Das Gefühl der Nichtigkeit

Du musst im Moment etwas mehr von der Bühnedes prallen 
Lebens verschwinden. Es gibt gerade - für Dich - nichts 
mehr zu tun. Gib Dir keine Mühe. Du musst im Moment 
lediglich durch ein Niemandsland. In diesem Land sollst Du 
lernen, die Dinge laufen zu lassen. Hier kann man nur 
handeln durch "Nichthandeln". Im Endergebnis begreifst Du, 
dass die Lösung immer nur im Inneren gefunden werden kann, 
aber nicht durch ein Tun im Außen. Du verstehst dann auch, 
was es heisst, die Augen nach außen zu schliessen und sie 
nach innen zu öffnen. Du machst einen wichtigen 
Entwicklungsschritt, der Dein Ego kleiner, aber Deine 
Existenz reicher machen wird.

@@a) Das Problem

Du mußt im Moment von der Bühne verschwinden, denn
es gibt nichts mehr zu tun. Deine Welt wird öde, farblos
und grau, Suche nicht nach Gründen — es ist einfach
jetzt so! Du spielst im Moment keine Rolle (im dop-
pelten Sinn des Wortes).
Versuche, das zu akzeptieren.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Gib dir keine Mühe, du mußt im Moment durch ein
Niemandsland. Du bist nicht der Steuermann deines
Bootes, der dieses lenkt. sondern du sitzt auf einem
treibenden Floß, und das Ufer ist weit. Also lehne dich
zurück, und lasse dich einfach treiben. Greife nicht ein
— es verwirrt dich nur.
Lerne, die Dinge laufen zu lassen. Handle durch "Nicht—
handeln".

@@c) Das Ergebnis des Weges

lm Ergebnis lernst du, daß die Lösung immer nur im
Inneren gefunden werden kann, nicht durch ein Tun im
Außen. Du verstehst jetzt auch, was es heißt, die Augen
nach außen zu schließen und sie nach innen zu öffnen.
Du machst einen Entwicklungsschritt, der dein Ego
kleiner, aber deine Existenz reicher machen wird.

@34
Der Eros
(Widder/Stier, Mars/Venus)

Die Anziehung der Geschlechter, Der Sex, Der Flirt, 
Körperkontakt, Cherchez la femme

Der Mensch lebt nicht vom Geist allein, er hat auch einen 
Körper - und umgekehrt: Er lebt nicht vom Körper allein, 
er hat auch einen Geist. In beiden Fällen sagt die Karte: 
Kümmere Dich um Deine Sexualität! Es ist etwas mit ihr im 
Ungleichgewicht. Du musst lernen, die Reichweite des 
sexuellen Spiels weder unter, noch über zu bewerten. Sex 
ist - wie ein Weiser sagt - die schönste Nebensache der 
Welt.

@@a) Das Problem

Die Karte möchte dich an das Thema (und das Problem)
deiner Sexualität erinnern, Sie möchte dir sagen: Der
Mensch lebt nicht vom Geist allein, er hat auch einen
Körper.
Sie kann dich auf zwei Dinge hinweisen: Entweder du
hast dieses Thema zu lange nicht an dich herangelassen.
so daß du langsam vertrocknest, oder du siehst nur die-
ses Thema und hist für alles andere nicht mehr emp-
fänglich (du weißt schon selbst. was davon zutrifft), In
beiden Fällen sagt die Karte: Küm1nere dich um deine
Sexualität! Amor trifft nicht mehr richtig.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Zu deinem Weg gehört es, daß du dir wieder neuen Mut
für deine Sinnlichkeit erarheitest. Daß du an deinen
Blockaden (oder an deiner Unmäßigkeit) zu verstehen
lernst, daß Amor auf seine Weise etwas Getrenntes
wieder verbinden mochte.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du siehst die Reichweite des sexuellen Spieles, es weder
unter- noch überbewertend. Sexualität ist — wie ein Wei-
ser sagt - die schönste Nebensache der Welt.

@35
Der Pranger
(Widder/Zwillinge, Mars/Merkur)

Der Tratsch, Die üble Nachrede, Die Zerstörung mit 
Worten, Das Nörgeln, Das Meckern (Kläffen), Der Rufmord, 
Die spitze Zunge

Du bist gerade dabei, eine üble Nachrede zu verbreiten, 
oder - umgekehrt - Du wirst gerade Opfer eines Rufmordes. 
Keines der beiden ist auch nur um einen Deut edler. In 
beiden Fällen glaubst Du nämlich, Du würdest das, was 
gerade verbreitet wird, nicht machen oder nicht sein. Doch 
das ist ein Irrtum! Das was Du verborgen gehalten hast, ist 
deshalb ans Licht gekommen, damit Du endlich dazu "stehst". 
Dass man am Pranger steht, bedeutet, dass man zu seinen 
unangenehmen Seiten und insbesondere zu seinen Aggressionen 
sich endlich bekennen muss. Dass sie jetzt an der 
Oberfläche sind und betrachtet werden können.

@@a) Das Problem

Du bist entweder dabei, eine üble Nachrede zu verbrei-
ten, oder du wirst gerade das Opfer eines Rufmordes.
Keines von beiden ist auch nur um einen Deut edler als
das andere — denn ob Täter oder Opfer, du bist gerade
verwickelt in Tratsch und Klatsch und hast den Sinn des
Ganzen nicht verstanden. In beiden Fällen glaubst du
nämlich, du würdest das, was gerade verbreitet wird,
Selbst nicht machen. Das ist ein Irrtum!

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Die Schande des "Prangers" bleibt dir auf deinem Weg
nicht erspart. Deine Taten werden veröffentlicht, und du
tätest gut daran, dich auf diese Öffentlichkeit vorzube-
reiten, ja, daran mitzuarbeiten (wenn es dir auch noch so
schwerfallt), sonst trifft sie dich vollständig 
unvorberei—
tet. Das einfachste ist: Du veroffentlichst dich selbst.
"Outing" nennt man das!

@@c) Das Ergebnis des Weges

Das, was du verborgen gehalten hast, ist deshalb ans
Licht gekommen, damit du endlich dazu "stehst". Daß
man am Pranger steht, bedeutet, daß man sich zu seinen
unangenehmsten Seiten und insbesondere zu seinen
Aggressionen bekennt.

@36
Die Schuld
(Widder/Jungfrau, Mars/Merkur)

Die unbeabsichtigte Tat, Handeln in gutem Glauben, Die 
Projektion, Die Täter-Opfer Beziehung, Schuld und Unschuld

Der Täter in Dir ringt um sein Leben, er ringt um seine 
Unschuld. Es ist Dir im Moment nicht möglich, die Tat bei 
Dir zu lassen und Dir die erlösenden Worte " ich wars !" 
einzugestehen. Früher oder später musst Du jedoch 
akzeptieren, dass jedes Menschsein das Thema der Schuld in 
sich trägt. Und dass nur der paradiesische Urzustand vor 
dem Sündenfall, vor der Erkenntnis von Gut und Böse, ein 
Zustand war außerhalb von SCHULD und Unschuld. Nur hier 
waren Täter und Opfer noch nicht getrennt, sondern noch 
eins.

@@a) Das Problem

Der Täter in dir ringt um sein Leben, er ringt um seine
Unschuld. Er ist auf der gierigen Suche nach Gründen,
warum er so hat handeln müssen, Es ist dir im Moment
nicht möglich, die Tat bei dir zu lassen und dir die erlö-
senden Worte "lch wars!" zuzugestehen. Das Tä-
ter-Opfer-Band legt sich wie eine Schlinge um dein
Herz, macht dich eng und nimmt dir die Freiheit.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du wirst dich in jedem Fall schuldig machen müssen.
Ob du dich auf deinem Weg für die Lösung A oder B
(was immer das sei) entscheidest, du wirst jemanden
verletzten müssen. Nur eines vermag dir zu helfen: Be-
kenne dich!

@@c) Das Ergebnis des Weges

"So oder so. was fragst du groß, des Menschen Los ist
hoffnungslos!" Diese Worte des Orakels von Delphi ste-
hen am Ziel deines Weges über deinem Tempel, Du
akzeptierst, daß dein Menschsein das Thema der Schuld
in sich trägt, daß nur der paradiesische Urzustand vor
dem Sündenfall, vor der Erkenntnis von Gut und Böse,
ein Zustand außerhalb von Schuld und Unschuld war, als
Täter und Opfer noch nicht getrennt, sondern noch eins
waren.

@37
Der Streit
(Widder/Waage, Mars/Venus)

Der Kampf der Geschlechter, Die Ausseinandersetzung, Das 
Kriegsbeil, Das Zerbrechen des Symbolons

Du willst in einer Beziehung (das kann ein Partner, 
Nachbar, Deine Familie oder Dein Freund sein), einen 
Konflikt nicht wahrhaben. Du deckst ihn zu mit 
Scheinharmonie, hast Angst vor Streit und 
Auseinandersetzung. Du solltest Dich langsam an die 
generelle Unversöhnlichkeit der Geschlechter heran 
arbeiten. Wenn Du dem Durchsetzungsdrang deines Ichs 
folgst, verlierst Du unvermeidlich das "Wir" aus den Augen. 
Wenn Du Dich der Gemeinsamkeit des "Wir" fügst, opferst Du 
immer ein Stück Deiner Individualität. Also Du lernst 
hier: Wenn Du das Huhn kochst, kannst du es nicht mehr zum 
Eierlegen verwenden.

@@a) Das Problem

Du willst in einer Beziehung (das kann ein Partner. ein
Nachbar. ein Freund oder die Familie sein) einen Kon-
flikt nicht wahrhahen, Du hast Angst vor Streit und Aus-
einandersetzung. Der Partner. der deine unbewußten
Aggressionen ausagieren muß, ist zu deinem Feind ge—
worden. Dieser Druck. den du mit Gegendruck unten
halten willst, kann sich ebenso auf der körperlichen
Ebene zeigen (durch Krämpfe, Schmerzen. Fieber. Un~
ruhc).

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es wird dir nichts anderes iihrigbleibcn. als den "Zank-
apfel" als erster zu werfen, Nur — und ausschließlich —
über eine offene /uscinandersetzung kommst du einen
Schritt weiter. Es gibt auf diesem Weg wenig Harmonie
in der Beziehung.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast gelernt. mit der generellen Unversöhnlichkelt
der Geschlechter zu leben. Wenn du dem Durchset~
zungsdrang deines lchs llolgst. verlierst du unvermeidlich
das "Wir", Wenn du dich der Gemeinsamkeit fugst,
oplerst du immer ein Stück deiner Individualität. Du
weißt; Wenn du das Huhn knchst. kannst du es nicht
mehr zum Eierlegen verwenden.

@38
Der Vampir
(Widder/Skorpion, Mars/Pluto)

Das Eindringen in die Seele, Die Vergewaltigung, Die 
Hörigkeit, Das Opfer, Der Untote

Ein Teil von Dir ist tot. Er lebt nicht, und so hast Du 
Dich an jemand anderen geheftet, ihn zu Deinem Täter 
auserkoren und fühlst dich (möglicherweise sogar) als 
sein Opfer. Doch: Du hast Dich selbst zum Opfer gemacht, 
indem Du ihn, den Eindringling, gerufen hast. Doch: Der 
VAMPIR wird (irgendwann) sterben. Du musst wissen, dass Du 
diesen Akt fürchtest, aber er ist ebenso das Heilmittel. 
Das hat nichts damit zu tun, dass du - als Ganzes - sterben 
musst, aber der VAMPIR in Dir, der Dir einen Teil deiner 
Lebensenergien raubt, wird an der Oberfläche - im Licht 
des Bewußtseins - zugrunde gehen und den Platz freimachen 
für einen Neubeginn. Fussnote: Du darfst diesen Text nur 
symbolisch verstehen.

@@a) Das Problem

Ein Teil von dir ist tot. Also hast du dich an jemand
anders geheftet, ihn zu deinem Täter auserkoren und
fühlst dich (möglicherweise) als sein Opfer. Du hofftest,
daß er dir etwas Lebendigkeit verleiht, wolltest an seinen
Energien partizipieren, und jetzt wunderst du dich, daß
er dich inwendig beherrscht. Du hast dich selbst zum
Opfer gemacht, indem du diesen Eindringling gerufen
hast. Ihr beide seid jetzt in einer "verhängnisv0llen Af—
fare" verstrickt.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Erkenne, daß ein Teil von dir fremdbestimmt ist. Finde
heraus, welche Person aus deinem Ensemble hinabge-
stiegen ist in das schattenhafte Reich der Unterwelt und
von dort Eroberungsfeldzüge in fremdes Leben unter-
nimmt. ldentifiziere dieses Schmarotzende Wesen in dir,
denn es Stellt Bindungen her, die dich festhalten,

@@c) Das Ergebnis des Weges

Der Vampir wird sterben. Du fürchtest diesen Akt, aber
er ist das Heilmittel. Das hat nichts damit zu tun, daß du
— als Ganzes — sterben mußt; aber der Vampir in dir, 
der
dir einen Teil deines Lebens raubt, wird an der Oberflä-
che — im Licht des Bewußtseins — zugrunde gehen und
den Platz freimachen für einen Neubeginn.

@39
Der Kreuzritter
(Widder/Schütze, Mars/Jupiter)

Der Glaubensstreit, Aggressiv seine Mission verfechten, Der 
Kampf gegen Andersdenkende, Die Überzeugungskraft (Zu 
seiner Überzeugung stehen)

Du handelst wider besseres Wissen (verdrängst deine schon 
gemachten Einsichten) und richtest Dein Schwert nach außen 
gegen (vermeintlich) Andersdenkende. Mit dieser Karte 
sollst Du lernen, dass Einsicht und Verstehen Dein Handeln 
lenken können. Nicht mehr die blindwütige Aggression 
schreibt Dir Deine Taten vor, sondern die Überzeugung 
diktiert Dein reflektiertes Handeln. Man kämpft nur allzu 
leicht - als Spiegelfechterei - gegen sich selbst.

@@a) Das Problem

Du handelst wider besseres Wissen (verdrängst deine
schon gemachten Einsichten) und richtest dein Schwert
nach außen gegen (vermeintlich) Anclersdenkende. Du
willst deine richtigen Ansichten durchsetzen (so glaubst
du) und merkst nicht, daß dieses Unternehmen nur ein
Deckmantelchen ist, um zu kämpfen und zu zerstören.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du mußt irgendwann den Mut entwickeln, zu deiner
eigenen Meinung zu stehen. auch wenn das heißt, daß du
dafür zu kämpfen hast. Es reicht nicht, eine Einsicht zu
haben, etwas verstanden zu haben, wenn man nicht
bereit ist, sie in die Tat umzusetzen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende lenken Einsichten und Verstehen dein Han-
deln. Nicht mehr die blindwütige Aggression schreibt dir
deine Taten vor, sondern die Überzeugung dikiert dein
reflektiertes Handeln. Du weißt jetzt, daß man nur zu
leicht — als Spiegelfechterei — gegen sich selbst 
kämpft.

@40
Die Verhinderung
(Widder/Steinbock, Mars/Saturn)

Vergebliches Bemühen, Das Verbot, Die Macht des 
Schicksals, Der Stau, Die Kandare, Scheitern an der 
Autorität

Du versuchst im Moment mit dem Kopf durch die Wand zu 
rennen und willst nicht wahrhaben, dass Du mit all Deinen 
Energien an dieser Stelle nichts ausrichten kannst. Mit 
dieser Karte sollost Du lernen, Deine Energien in Einklang 
zu bringen mit dem, was das Schicksal von Dir fordert. D.h. 
dein subjektives Wollen wird sich einer höheren Absicht 
beugen müssen. Erst dadurch kannst Du Deine Energien (in 
eine neue Richtung hinein) wieder zum Fließen bringen. Und 
so öffnest Du Dich langsam für den Willen des Schicksals.

@@a) Das Problem

Du versuchst im Moment, mit dem Kopf durch die
Wand zu rennen und willst nicht wahrhaben, daß du mit
all deinen Energien an dieser Stelle nichts ausrichten
kannst.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Gib auf! Es liegt nicht an dir, dich zu entscheiden. Du
bekommst das Schwert nicht aus der Scheide, aus dem
einfachen Grund: Es ist nicht dein Schwert. Also höre —
nach einer bestimmten Zeit — auf, daran herumzuzerren.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du wirst lernen, deine Energien mit dem in Einklang zu
bringen, was das Schicksal von dir fordert. Das heißt,
dein subjektives Wollen wird sich einer höheren Absicht
beugen, und dadurch kannst du deine Energien (in eine
neue Richtung) wieder zum Fließen bringen.

@41
Der Giftzwerg
(Widder/Wassermann, Mars/Uranus)

Der Streithammel, Das Rumpelstielzchen, Die Nervensäge, 
Der Irritator, Der Austreiber, Der Quälgeist, Der 
Trickster, Der Verbündete

Eine Deine inneren Personen tanzt Dir - oder den anderen - 
im Moment auf der Nase herum. Mache Dich auf die Suche nach 
diesem – Deinem –"Rumpelstilzchen". Du könntest Dir 
mit ein wenig harter Arbeit diese kleine Person zum 
Verbündeten machen. Dann bist Du nicht mehr abhängig von 
den Meinungen der Anderen. - mit ihm - deinen Weg gehen und 
stehst nicht mehr unter dem Zwang, die Zuwendung der 
anderen um jeden Preis zu erhalten oder zu erlangen. Nur 
mit diesem kleinen Gnom kannst Du unabhängig und frei 
werden.

@@a) Das Problem

Eine deiner inneren Personen tanzt dir — oder anderen —
unsichtbar auf der Nase herum. Sie hat große trennende
Kräfte und drang! sich hinter deinem Rücken als pläne-
schmiedender Verräter, als Streithammel oder als Ner-
vensäge zwischen dich und deine Welt.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Mache dich auf die Suche nach deinem "Rumpelstilz—
chen". Finde heraus, welche Geheimnisse dieses verhut—
zelte Männlein in seinem (und damit in deinem) Inneren
hütet und welche Absichten es verfolgt. Eines seiner
Ziele besteht ganz sicher darin. dich aus etwas Altem
heraus zu mr-binden.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende deines Weges hast du dir diese kleine Person
zu deinem Verbündeten gemacht. Du bist jetzt nicht
mehr abhangig von den Meinungen der anderen. Du
kannst — mit ihm — deinen Weg gehen und stehst nicht
mehr unter dem Zwang, die Zuwendung um jeden Preis
zu erhalten oder zu erlangen.

@42
Der reine Tor (Widder/Fische, Mars/Neptun)

Der Kampf gegen Windmühlenflügel, Der Verlierer, Der 
Penner, Die Arglosigkeit, Der schlafende Krieger, Die 
Energielosigkeit, Der Traum vom Heldentum, Parzival

Du kannst nicht so leicht akzeptieren, dass Dir im Moment 
wenig Energien zur Verfügung stehen, Dich mit der Welt 
auseinander zu setzen. Du bist im Moment ein Verlierer. Du 
musst lernen, zwei Welten ihren jeweiligen Tribut zu 
bringen. Dich weder abzuzappeln und gegen 
Windmühlenflügel zu kämpfen, noch Luftschlösser zu 
bauen, die dann wieder zusammen fallen müssen. Du stehst 
mit einem Bein im Diesseits und mit dem anderen im Jenseits 
und irgendwann hast Du begriffen, dass es nichts zu be- 
oder erkämpfen gibt .

@@a) Das Problem

Du kannst nicht akzeptieren, daß dir im Moment wenig
Energien zur Verfügung stehen, um dich mit der Welt
auseinanderzusetzen. Du hist im Moment ein Verlierer,
Es ist gut möglich, daß dein Körper — müde und 
kraftlos
— diese Antriebslosigkeit spiegelt.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

ln diesem Prozeß mußt du lernen. auf Wettstreit und
Kampf zu verzichten. Deine Aufgabe ist es. ganz allein
und ohne Bestätigung durch andere einen unsichtbaren
Weg zu gehen,

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast gelernt, beiden Welten ihren Tribut zu rollen.
Dich weder abzuzappeln und gegen Windtnühlenilügel
zu kämpfen noch Luftschlösser aufzubauen. die dann
wieder zusammenfallen müssen,

@43
Die Goldmarie
(Stier/Zwillinge, Venus/Merkur)

Das Aschenputtel, Die weibliche Konkurrenz, Die 
Wertdarstellung, Die Pechmarie, Der Blaustrumpf, Die 
"Schöne" und die "Hässliche"

Tief in Deinem Inneren fühlst Du Dich unterlegen. Dein 
Selbstwertgefühl leidet darunter, dass Du entweder 
glaubst, eine andere Person (aus dem Äusseren) mache Dich 
farblos und unscheinbar, oder dass Du es schon Dein ganzes 
Leben lang wärest. Am Ende dieses Problems solltest du 
gelernt haben, dass die ganze Darstellung deines Wertes nur 
eine Rolle im Theater ist. Du spielst. Und es bleibt Dir 
überlassen, ob du das Spiel weiterspielen möchtest oder 
es für beendet erklärst. Wie dem auch sei, beides ist 
gleich unwichtig.

@@a) Das Problem

Tief im Inneren fühlst du dich unterlegen. Dein Selbst-
wertgefühl leidet darunter, daß du entweder glaubst,
jemand (aus dem Äußeren) mache dich farblos und
unscheinbar oder daß du es schon dein ganzes Leben
lang seist. Das heißt, du trittst ein in einen Vergleich 
(in
eine Konkurrenz), und darin kannst du auf Dauer nur ein
Verlierer sein. So lange du dich anstrengst, mehr Attrak-
tivität, mehr Wert zu erlangen, bleibst du auf der Ebene
der Darstellung gefangen — du glaubst es dir nämlich
selbst nicht,
Du lebst in dem Gefühl, der Unterlegene zu sein.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg ist es erforderlich, dir dein Konkur-
renzgebaren anzuschauen. Mit wem oder was schmückst
du dich, um mehr zu "scheinen" als zu sein? Schau der
Selbstdarstellung deines Wertes ins Gesicht!

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende dieses Problems siehst du. daß die ganze Dar-
stellung deines Wertes nur eine Rolle im Theater ist. Du
spielst. Es bleibt dir überlassen, ob du das Spiel weiter-
spielen möchtest odcr es fur beendet erklärst, Wie dem
auch sei, beides ist gleich unwichtig,

@44
Das Festhalten
(Stier/Jungfrau, Venus/Merkur)

Der Geiz, Die Ge-Wichtigkeit (Speck ansetzen), Die Materie 
als Schutzwall und Gefängnis, Die Versicherung als 
Absicherung

Du hast Dich an einer bestimmten Stelle eingemauert und 
bist aus Sicherheitsgründen (und Angst) zum Sklaven in 
Deiner eigenen Festung geworden. Ein Übermaß ist gerade 
im Spiel. Die Materie hat ohne Zweifel ihren Stellenwert 
und d.h. auch ihre eigene Sinnhaftigkeit. Doch du solltest 
lernen, ein ausgewogenes (und nicht einengendes) 
Verhältnis zu diesem Thema finden. Absicherungen haben 
ihre Wichtigkeit, aber sie sind kein Selbstzweck.

@@a) Das Problem

Du hast dich an einer bestimmten Stelle eingemauert und
bist aus Sicherheitsgründen (und Angst) zum Sklaven
deines eigenen Festhaltens geworden. Ein Übermaß ist
hier im Spiel. Du glaubst zwar: je mehr, desto besser;
aber in Wahrheit wirst du dadurch nur immer unbewegli—
cher und sitzt immer mehr fest,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du mußt auf deinem Weg überprüfen, auf welche Weise
du dir mit Hilfe von äußeren Werten Sicherheiten er·
hoffst, die dann unterwegs eher als Hindernisse dein
Weiterkommen erschweren.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Die Materie hat ohne Zweifel ihren Stellenwert und
damit auch ihre Sinnhaftigkeit. Du findest ein ausgewo-
genes (und nicht eirlengendes) Verhältnis zu diesem
Thema. Absicherungen haben ihre Wichtigkeit, aber sie
sind kein Selbstzweck.

@45
Der Goldene
Käfig (Stier/Waage, Venus/Venus)

Die Beziehung als Gefangenschaft, Der Partner als Besitz, 
Die Eifersucht, Sich den Partner kaufen, Die Treue

Deine Beziehung hat einen bitteren Beigeschmack von 
"kaufen" und "gekauft werden". Du bist unfrei ob Du der 
"Besitzende" oder der "Besessene" bist. Du bist im GOLDENEN 
KÄFIG gefangen und wirst immer bequemer und unbeweglicher. 
Doch eines Tages stellst Du fest, dass die Käfigtür 
niemals geschlossen war. Zwei Menschen, die zusammen 
gehören und einander Wärme geben, müssen sich nicht 
einschließen und einander versichern. Die Treue ist so 
lange natürlicher Bestandteil einer Beziehung, wie 
gegenseitig Befruchtung und Wachstum möglich ist. Obwohl 
natürlich auch sie ihren Preis hat, denn sie kostet in 
jedem Fall einen Teil der Freiheit.

@@a) Das Problem

Deine Beziehung hat einen bitteren Beigeschmack von
"kaufen" und "gekauft werden“. Diese Form einer Part-
nerschaft läuft mit Notwendigkeit auf Besitzdenken und
Eifersucht hinaus. Du bist unfrei, ob du der "Besitzende"
oder der "Besessene" bist. Du bist im goldenen Käfig
gefangen und wirst immer bequemer und unbeweglicher.
Deine "Sicherheit" ist teuer bezahlt.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Deine Aufgabe ist es. deiner Beziehung (oder Freund-
schaft) neuen Wert und neue Wichtigkeit zu geben, Du
mußt in sie "invcstieren" und eine eventuelle Unfreiheit
in Kauf nehmen, sonst bleibt sie ohne Fundament und
ohne fruchtbaren Boden.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende des Weges stellst du fest, daß die Kiifigtür nie-
mals geschlossen war. Zwei Menschen, die zusammen-
gehören und einander Wärme geben. müssen sich nicht
einschließen und sich "einander versichern". Die Treue
ist so lange natürlicher Bestandteil einer Beziehung. wie
gegenseitig Befruchtung und Wachstum möglich ist. Ob-
wohl auch sie ihren Preis hat, denn sie kostet in jedem
Fall die Freiheit.

@46
Die Marionette (Stier/Skorpion, Venus/Pluto)

Das Barbie-Puppen-Syndrom, Die perfekte Erscheinung, 
Besessen von der materiellen Form, Die Ess-Störung

Du hängst an unsichtbaren Fäden. Du versuchst Dich, ohne 
es zu wissen, in ein Bild zu verwandeln. Figurativ 
gesprochen möchtest Du zu einer "Larve" werden. Und so 
mußt Du lernen - auf einem langen Weg - zu deinem eigenen, 
ganz individuellen, Deiner Natur entsprechenden Wert 
zurück zu kehren. Erst dann mußt Du nicht mehr an Deinen 
Vorstellungsfäden (oder denen der anderen) tanzen. Dein 
Weg führt Dich dann heraus aus den fremdbesetzten Bildern, 
den Äußerlichkeiten, und den dir nicht entsprechenden 
Werten.

@@a) Das Problem

Du hangst an unsichtbaren Faden. Du versuchst, ohne es
zu wissen, dich in ein Bild zu verwandeln. Figurativ ge-
sprochen, möchtest du zu einer "Larve" werden. Der
Gott der Unterwelt verführt dich so meisterhaft, daß du
das Bild nicht von der natürlichen Form unterscheiden
kannst. Es ist wie ein Virus mit einer so langen Inkuba-
tionszeit hat, daß du längst vergessen hast, wann und wo
(bei welchen Bildern) du dich angesteckt hast.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Finde heraus, wo du, von fremden Bildern infiziert, zu
einer Puppe geworden bist. Die Aufgabe besteht darin,
aus ihr herauszusclilüpfen, dich zu em-puppen und zu-
rückzufinden zu deiner wahren Individualität. Dies ist
nicht leicht, da immer die Gefahr besteht. daß der
Mensch nach der Metamorphose (ohne es zu merken) ins
nächste leblose Bild hineinschlüpft.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du findest deinen eigenen, deiner Natur entsprechenden
Wert. Du mußt dann nicht mehr an deinen V0rstellungs·
fäden (und denen der anderen) tanzen. Dein Weg führt
heraus aus den fremdbesetzten Bildern, den Außerlich—
keiten. und den dir nicht entsprechenden Werten.

@47
Materie und Geist (Stier/Schütze, Venus/ Jupiter)

Die Verwertbarkeit des Geistigen, Das Geschäft mit der 
"Esoterik" (Das Geistige als Ware) Sich das Glück 
erkaufen, Die Sekte

Du bist gerade dabei Dir wichtige Einsichten zu kaufen 
(oder sie zu verkaufen). D.h. was Du im Moment als Dein 
geistiges Eigentum herumträgst, gehört gar nicht Dir. Und 
so musst Du lernen, dass Einsichten (d.h. geistige Gebilde) 
in sich einen Wert haben, der nur für Dich gilt. Niemand 
sonst kann sie von Dir kaufen, von niemandem sonst kannst 
Du sie kaufen. Sie wollen selbst hergestellt sein, 
"handmade" sozusagen.

@@a) Das Problem

Du bist gerade dabei, dir wichtige Einsichten zu kaufen
(oder sie zu verkaufen). Das heißt, was du hier als dein
geistiges Eigentum herumträgst, gehört dir gar nicht. Da
es noch nicht den Weg durch deine Seele genommen
hat, hat es noch immer Warencharakter und soll als
Schmuckstück dein Ego zieren,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Einsichten führen in der Regel dazu, daß du etwas ande-
res (fur dich sehr wertvolles) loslassen müßtest, etwas,
in dem du bisher festsitzt oder dessen Gefangener du
bist, Ein Opfer muß auf deinem Weg gebracht werden,
und dieses Opfer ist materiell.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du weißt jetzt, daß Einsichten (d. h. geistige Gebilde) in
sich einen Wert haben, der nur für dich gilt. Niemand
sonst kann sie von dir kaufen, von niemandem sonst
kannst du sie kaufen. Sie wollen selbstgemacht sein,
"handmade" sozusagen.

@48
Die Verantwortung für die Schöpfung
(Stier/Steinbock, Venus/Saturn)

Die Verantwortung für die Welt, somit also auch für die 
Kreatur und die Natur, Das Hegen und Pflegen, Das 
Nutzungsrecht, Die Sorge um die Abhängigen und Schwachen

An irgendeiner Stelle handelst Du verantwortungslos. Du 
kommst so lange aus einem Gefühl der seelischen Entbehrung 
und der Leere nicht heraus, bist Du Dich dieser 
Verantwortungslosigkeit - und Deiner Verantwortung - 
erinnert hast. Du hast jetzt die Chance, den "heiligen 
Franz von Assisi" in Dir zu entdecken. Fast ohne es zu 
bemerken (oder gar zu beabsichtigen) ist ein Teil von Dir 
zum Leben erwacht, der es gut meint mit den Geschöpfen der 
Welt. Also: Bist Du im Moment bereit, Verantwortung zu 
tragen und einen Zusammenhang herzustellen zwischen Dir und 
der Natur?

@@a) Das Problem

In deiner Umgebung befindet sich ein Geschöpf (Tier,
Pflanze oder gar ein hilfshedürftiger Mensch), das
schwach und in gewisser Weise von dir abhängig ist, Du
bist unachtsam und bemerkst nicht, wie es ohne deine
Zuwendung verkummert oder verdorrt. Deine Aufgabe
wäre es, dich zu kümmern und zu sorgen.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Dein Einsatz für andere, für die Welt und die Natur, ist
gefordert. Auf deinem Weg mußt du lernen, Verantwor-
tung für Schwächere (evtl. von dir abhängige Geschöpfe)
zu übernehmen. Das mögen Tiere, Pflanzen oder auch
schutzbedürftige Menschen sein. Ohne dich ihnen zuzu-
wenden — und ihre Sorge auf dich zu nehmen — geht es
für dich (auf deinem Weg) nicht weiter.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du kennst jetzt den "heiligen Franz von Assisi“ in dir,
Fast ohne es zu bemerken (oder gar zu beabsichtigen) ist
ein Teil von dir zum Leben erwacht, der es gut meint
mit den Geschöpfen der Welt, Du bist bereit, Verantwor-
tung zu tragen, und fühlst dich im Einklang mit der Na-
tur.

@49
Der Abschied
(Stier/Wassermann, Venus/Uranus)

Der Heimatvertriebene, Das Exil, Plötzlicher materieller 
Einbruch, Der Außenseiter, Ortswechsel, Freundschaften 
gehen auseinander (Der Verrat am Freund)

Du möchtest gerne in Deinen abgesicherten Verhältnissen 
(also in dem, was ist) bleiben. Daher verordnet das 
Schicksal Dir einen Zwangsaufbruch. Dieses Geschehen 
verhilft Dir zur mehr Freiheit und damit dient es Deiner 
Weiterentwicklung. Es braucht jedoch sehr viele Abschiede, 
durch die Du hindurch gehen musst, um zu lernen, dass es 
keine Sicherheit in der materiellen Form geben kann. Erst 
dann kannst Du den Wechsel von Zugehörigkeit und Freiheit 
akzeptieren, den natürlichen Rhythmus von Ebbe und Flut, 
von "Binde" und "Löse". Beides hat seine Zeit und seinen 
Wert. Nur der Mensch, der mit diesen Gezeiten lebt und sich 
mit seinem Schicksal verbindet, findet mehr Frieden.

@@a) Das Problem

Du möchtest gern in deinen abgesicherten Verhältnissen
bleiben, Doch du bist in einem Lebensbereich zu
"schwer" geworden. Die Gefahr besteht, daß deine Wur-
zeln sich so tief verankern, daß du nie wieder die Kraft
haben wirst, dich zu lösen. Das Schicksal verordnet dir
daher einen Zwangsaufbruch. Er verhilft dir zur Freiheit
und damit zu deiner Weiterentwicklung.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du wirst Sicherheiten und eventuell auch Freunde (oder
für dich wichtige Gruppen) hinter dir zurücklassen müs-
sen. Bestimmte Lebensbereiche und Zugehörigkeiten
sind überaltert, du kannst in ihnen nichts mehr lernen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Durch viele Abschiede weißt du jetzt. daß es keine Si-
cherheit in der materiellen Form geben kann, Du akzep«
tierst den Wechsel von Zugehörigkeit und Freiheit, den
natürlichen Rhythmus von Ebbe und Flut, von "binde"
und "löse“. Beides hat Seine Zeit und seinen Wert.

@50
Der Garten der Geister
(Stier/Fische, Venus/Neptun)

Die Welt hinter der Welt, Die Heimatlosigkeit, Man hat 
keine Wurzeln, Das Aschenputtel-Syndrom, Keinen Sinn fürs 
Materielle, Alles Sichtbare ist nur ein Gleichnis

Ohne es zu merken, bist Du in einen Traum hinein geraten 
und wartest jetzt darauf, dass er sich erfüllt. Damit bist 
Du aus der Realität - aus den Anforderungen des Hier und 
Jetzt - geflüchtet. Derartige Träume sind wie Drogen: Sie 
machen passiv. "Jede Erscheinung auf Erden ist nur ein 
Gleichnis", diesen Satz musst Du - früher oder später - 
in seiner ganzen Tragweite und Tiefe verstehen. Dann erst 
brauchst Du nicht mehr einzugreifen in das Spiel der 
Kräfte, kannst passiv die Gleichnisse deiner Welt 
betrachten und an ihnen Dich erkennen.

@@a) Das Problem

Ohne es zu merken, bist du in einen Traum versunken.
Du wartest darauf, daß er sich erfüllt, und bist damit aus
der Realität geflüchtet. Derartige Träume sind wie Dro-
gen, die dich immer weltfremder machen und von denen
du doch nicht lassen kannst. Sie lullen dich ein in eine
Wirklichkeit, die es hier auf Erden nicht gibt. Und vor
allem: Sie machen dich passiv.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Ein wichtiger Schritt für deine Entwicklung besteht
darin, daß du irgendwann das, was du Heim oder Heimat
nennst, verlassen mußt, um dich auf den Weg zu ma-
chen. Dazu gehört mitunter, daß du dich von einem
Großteil deines Besitzes löst, denn diese materiellen
Dinge binden dich zu sehr. Mit einem derartigen Klotz
am Bein kannst du nur noch träumen, aber nicht mehr
weitergehen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

"Jede Erscheinung auf Erden ist nur ein Gleichnis." -
Diesen Satz hast du am Ende in seiner ganzen Tiefe ver-
standen. Damit aber brauchst du wirklich nicht mehr
einzugreifen in das Spiel der Kräfte und kannst passiv
die Gleichnisse betrachten » und dich in ihnen erkennen,

@51
Der Stratege
(Zwillinge/Jungfrau, Merkur/Merkur)

Der Intellektuelle, Die Kontrolle, Das Taktieren, Die 
Wissenschaft, Das Leben aus dem Kopf, Der Diplomat, Die 
Kausalität (Gesetz von Ursache und Wirkung)

Du lebst im Moment ein Leben auf dem Trockenen. Dich hält 
ein Virus gepackt, und sein Name lautet: Vernunft oder noch 
besser: Rationalität. Du kennst das Wasser der Gefühle 
nur aus Büchern und versuchst, Deine Welt allein mit dem 
Kopf geregelt zu bekommen. Und tatsächlich: Bevor es 
weiter geht, solltest Du erst einmal viele Dinge geordnet 
und geklärt haben. Ja, es geht darum, die Abläufe Deines 
Lebens besser verstehen zu lernen. Ursache und Wirkung 
sollten von Dir als Einheit gesehen werden, damit Du 
verstehst, welche Ursachen mit Notwendigkeit welche 
Wirkungen hervorbringen. Und dann kannst Du Dich - 
strategisch - danach richten.

@@a) Das Problem

Du lebst im Moment ein Leben auf dem Troekendeek.
Dich hält ein Virus gepackt, und sein Name lautet: Ver-
nunft oder Rationalität. Du kennst das Wasser der Ge-
fühle nur aus Büchern und versuchst, deine Welt allein
mit dem Kopf geregelt zu bekommen,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

tnukcu
Handle klug und wohlüberlegtl Plane deine Schachzüge
sorgfältig — lasse dich nicht von deinen Gefühlen 
hinrei-
Ben. Nimm dir Zeit und verschaffe dir zuerst einen
Überblick. Denke im voraus daran, daß alles, was du
heute tust, Konsequenzen hat,

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du wirst viele Dinge geordnet und geklärt haben, Es
geht darum, die Abläufe deines Lebens besser verstehen
zu lernen, Ursache und Wirkung werden von dir als
Einheit gesehen: Du verstehstjctzt, welche Ursachen mit
Notwendigkeit bestimmte Wirkungen hervorbringen, und
du kannst dieh danach richten.

@52
Marktplatz der Eitelkeiten
(Zwillinge/Waage, Merkur/Venus)

Sehen und Gesehenwerden, Beziehung als Ego-Aufwertung, Der 
Zeitvertreib, Mit jemandem etwas unternehmen, 
Gemeinsamkeiten darstellen

Deine reale Beziehung (oder Deine Beziehungswünsche) sind 
im Moment hohl und leer, denn es einzig und allein 
Ego-Wünsche. Alle Deine Energien sind gleichsam auf die 
Oberfläche gewandert - um sie dort auszuschmücken und 
Dich dort gefällig darzustellen. Äußerlichkeiten sind 
ein Teil des Lebens, also auch des Beziehungs-Lebens. Sie 
gehören mit zum Spiel, und Du sollst lernen, das Spiel 
mitzuspielen, ohne ihm allzu viel Bedeutung beizumessen.

@@a) Das Problem

Deine Beziehung (oder dein Beziehungswunsch) ist im
Moment hohl und leer, denn es ist ein Ego—Wunsch. Du
bist entweder "Schmuckstück" für einen anderen gewor-
den, oder du selbst benutzt deinen Partner, um dein Ego
aufzuwerten, ln eurer Gemeinsamkeit ist keine Tiefe,
sondem eher Langeweile und Lustlosigkeit zu finden, die
ihr mit "Spielchen" zu überbrücken versucht.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Deine Partnerschaft ist in einer ganz gewöhnlichen.
durchschnittlichen Phase: keine Höhen, keine Tiefen. Ihr
lebt nebeneinander her. Dies ist für den jetzigen Zeit-
punkt und für die Lösung deines Problems der einzig
richtige Weg. Eventuell soll dir auf diese Weise etwas
Ruhe gegönnt werden, um die Fäden zu lockern (dich zu
entspannen), so daß du mit etwas Abstand deine Neutra-
lität zuruckgewinnen kannst.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Äußerlichkeiten sind ein Teil des Lebens, also auch des
Beziehungs—Lebens. Sie gehören mit zum Spiel, und du
wirst gelernt haben, das Spiel mitzuspielen, ohne ihm
zuviel Bedeutung beizumessen.

@53
Der Rattenfänger
(Zwillinge/Skorpion, Merkur/Pluto)

Jemandem auf den Leim gehen, Die Suggestion, Der 
Propagandist, Der Überredungs-Künstler, Die Kaufsucht, 
Die Werbung (Bilder, die dich zu etwas verlocken sollen)

Ohne es zu ahnen bist Du einem Menschen oder einer Idee auf 
den Leim gegangen. Jetzt hält dich dieses Geschehen 
gefangen, und Du bist von den einlullenden und (zugegeben) 
betörenden Flötentönen völlig infiziert und ganz 
benommen. Nein, du wirst nicht erhalten, was Dir verheißen 
worden ist. D.h., früher oder später wirst du begreifen: 
Man hat dir eine Karotte vor die Nase gehalten, und es kann 
sein - wenn der Zauber sich löst -, dass Du Dich dann wie 
ein Esel fühlst. Die Wahrheit aber ist: Du bist dann 
endlich aus deinem Sessel aufgestanden und ohne fixe Idee 
und ohne Anführer losgegangen - und genau darum ging es!

@@a) Das Problem

Ohne es zu ahnen, bist du einem Menschen oder einer
Idee auf den Leim gegangen. Jetzt hält dich dieses Ge-
schehen gefangen, und du bist von den einlüllenden und
(zugegeben) hetörenden Flötentönen ganz benommen, Es
gab leider niemanden, der dich — wie damals Odysseus
- am Mast hätte festbinden können. so daß der süßliehe
Gesang der Sirenen dir nichts hatte anhaben können

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Aufdeinem Weg ist es nicht zu umgehen. daß du vielen
Flotentönen folgst. auch wenn sie sich als hohle
Versprechungen erweisen. Je mehr L/ii selbst herausfin-
dest, was eine schöne Idee und was das Leben ist, desto
weniger fällst du in Zukunft auf Verführungen herein.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende wirst du nicht erhalten, was dir verheißen
worden ist. Das heißt, du begreifst, man hat dir eine Ka-
rotte vor die Nase gehalten, und es kann sein, du fühlst
dich jetzt als Esel. Die Wahrheit aber ist: Du bist endlich
aus deinem Sessel aufgestanden und ohne Anführer
losgegangen — und genau darum ging es!

@54
Meister und Schüler
(Zwillinge/Schütze, Merkur/Jupiter)

Das Lernen und das Lehren, Das geistige Gefälle, Der ewige 
Schüler, Der Hochstapler, Die geistige Unverbindlichkeit

Zwischen dem Schüler-Dasein und dem Lehrer-Dasein gibt es 
einen mittleren Punkt. Um diesen Punkt herum hängst Du im 
Moment fest, hast Dich in ihm verloren. Dein bis heute 
erlerntes Wissen bleibt unverbindlich - und es gibt im 
Moment keine geistige Weiter-Entwicklung. Du hast nämlich 
im Moment selbst die (schwere) Aufgabe, ein geistiger 
"Mittler" werden. Je nach Bedarf und Zielgruppe nimmst Du 
dabei Wissen nur deshalb auf, weil Du dieses Wissen auch 
wieder abgeben musst. Du wirst lernen müssen, beides zu 
können. Dein Wissen bleibt dann nicht länger 
unverbindlich, sondern es gewinnt eine therapeutische 
Kraft. Es erreicht die Tiefe des Daseins und wird so zu 
einem kreativen Fluss, der das Land befruchtet. Dann kannst 
Du auch leichter akzeptieren, dass der Fluss noch lange 
nicht im Meer angelangt ist.

@@a) Das Problem

Zwischen dem Schülerdasein und dem Lehrerdascin gibt
es einen mittleren Punkt. An diesem Punkt hangst du im
Moment fest, hast dich in ihm verloren. Weder kannst
du dich als Lernender definieren, noch findest du den
Mut zu lehren. Diescs Niemandsland raubt dir in-
tellektuelle Energien, und du fühlst dich zwischen "nicht
mehr" und "noch nicht" gefangen. Dein bisjetzt erlerntes
Wissen bleibt unverbindlich — es gibt im Moment keine
geistige Entwicklung.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du wirst auf deinem Weg zweigleisig "fahren" müssen.
Deine linke Seite ist noch Schüler, deine rechte schon
Lehrer. Beides gehört gleichermaßen und gleichzeitig zu
deiner momentanen Entwicklung.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du bist ein geistiger "Mittler" geworden. Je nach Bedarf
und Zielgruppe nimmst du Wissen auf bzw. gibst du
Wissen ab. Du kannstjctzt beides. Dein Wissen ist nicht
unverbindlich geblieben. es hat therapeutische Kraft
bekommen, Es erreicht die Tiefe deines Daseins und
wird so zu einem kreativen Fluß, der das Land befruch-
tet. Und du kannst akzeptieren, daß der Fluß noch längst
nicht ins Meer geströmt ist.

@55
Das Gebrechen
(Zwillinge/Steinbock, Merkur/Saturn)

Die Behinderung, Lernschwierigkeiten, Die Kontaktarmut, Der 
Invalide, Die Bedächtigkeit, Klarheit im Denken

Deine Leichtfüßigkeit ist Dir im Moment verloren 
gegangen. Deine Bewegungen sind zäh und lahm und Du 
trittst auf der Stelle. Jetzt geht es erst einmal darum, zu 
lernen, mehr Verantwortung zu übernehmen, sowohl für Dein 
Denken als auch für Dein Handeln. Der Mensch wird oft von 
Schicksalsmächten auf seinen Weg "geschickt". Und es gibt 
Zeiten, da durchwandert er einsam die Wüsten; und dann 
gibt es wieder beschwingte Zeiten, da darf er tanzen und 
springen. Beides wird auch für Dich selbstverständlich 
werden, wenn Du gelernt haben wirst, für den jenen 
Abschnitt deines Lebens die Verantwortung zu übernehmen. 
Dann erst musst Du nicht mehr so viel wandern, sondern 
wirst zum objektiven, neutralen und geduldigen Beobachter 
(und damit zu einem Wissenden) seiner eigenen 
Lebensumstände.

@@a) Das Problem

Deine Leichtfüßigkeit geht dir im Moment verloren,
Deine Bewegungen sind zäh und lahm, du trittst auf der
Stelle. Noch hast du nicht verstanden, weshalb eben
diese Stelle deiner Entwicklung so wichtig ist. daß du
sehr lange dort verweilen mußt.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du mußt mehr Verantwortung übernehmen, sowohl für
dein Denken als auch für dein Handeln, Du mußt Be-
hinderungen autdeinem Weg in Kauf nehmen und dich
selbst zur Geduld ermahnen,

@@c) Das Ergebnis des Weges

Der Mensch wird auf seinen Weg "geschickt". Es gibt
Zeiten, da durchwandert er einsam die Wüste, und es
gibt beschwingtcrc Zeiten, da darf er tanzen und sprin-
gen. Beides wird für dich selbstverständlich werden, und
du wirst gelernt haben, für den Abschnitt deines Lebens
die Verantwortung zu übernehmen, den du gerade be-
reist.

@56
Hans guck in die Luft
(Zwillinge/Wassermann, Merkur/Uranus)

Der Traumtänzer, Der Griff nach den Sternen, Das Stolpern, 
Die (Freudsche) Fehlleistung, Das Unüberlegte, Der 
Freidenker, Kleine Ursachen-große Wirkung

Du übersiehst etwas. Du machst den dritten Schritt vor dem 
zweiten. Damit hast Du den natürlichen Ablauf der Dinge 
durchbrochen und jetzt ist durch dein vorschnelles und 
übereiltes Handeln eine Kluft entstanden. Und damit 
hängst Du - im wahrsten Sinne des Wortes - in der Luft. 
Nun, jetzt wird es Zeit, auszubrechen aus dem Alltag, 
herauszuspringen aus dem Leerlauf der Funktionen. Mit 
dieser Karte musst Du jetzt lernen, die Zeichen des Himmels 
zu lesen. Der Flug der Schmetterlinge erzählt Dir - im 
Moment - mehr als die normale "Logik".

@@a) Das Problem

Du übersiehst etwas, machst den zweiten Schritt vor dem
ersten. Du hast den natürlichen Ablauf der Dinge
durchbrochen, und jetzt ist durch dein vorschnelles, über-
eiltes Handeln eine Kluft entstanden, Zwischen dem er—
sten und dem dritten Schritt fehlt ein Stückchen des
Weges. Du wolltest ein Ergebnis aus dem Ärmel schüt-
teln und mochtest dich nicht den lästigen Einzelschritten
unterordnen. Nun hängst du — im wahrsten Sinne des
Wortes —· in der Luft.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf "normale" Art und Weise kommst du auf deinem
Weg nicht vorwärts. Die Umstände verlangen unkon-
ventionelles und spontanes Handeln von dir.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du bist ausgebrochen aus dem Alltag, herausgesprungen
aus dem Leerlauf der Funktionen. Du wirst gelernt ha~
ben, die Zeichen des Himmels zu lesen. Die Schmet~
terlinge erzählen dir in der Tat mehr als die normale
"Logik".

@57
Das Schweigen
(Zwillinge/Fische, Merkur/Neptun)

Die Unsichtbarkeit, Die Sprachlosigkeit, "Schweigen ist 
Gold", Ein Geheimnis bewahren, Die Funktionslosigkeit, Kein 
Interesse

Vergeblich versuchst Du, durch Dein Sagen oder Handeln 
Deine Welt zum Funktionieren zu bringen. Aber auf 
geheimnisvolle Weise werden Dir die Dinge einfach aus der 
Hand genommen. Auf Deinem Weg musst Du lernen, viele Dinge 
für Dich zu behalten. Und dass jeder seine eigenen 
Wahrheiten zu finden hat und dass diese - darüber hinaus - 
nicht darstellbar und nicht sagbar sind. Der wahre 
Goldschatz des Schweigens wartet erst am Ende des 
Regenbogens. Dann wirst Du begriffen haben, dass es nichts 
mehr zu sagen gibt. Du suchst dann nicht mehr nach dem 
Katzengold der Selbstgefälligkeit und Selbstdarstellung.

@@a) Das Problem

Vergeblich versuchst du, deine Welt zum Funktionieren
zu bringen, aber dir werden die Dinge aus der Hand
genommen. Die Dinge reagieren nicht mehr auf dich und
alles scheint sich chaotisch gegen dich zu verschwören.
Das, was du zu sagen hast, bekommst du nicht heraus.
Du hast noch nicht gelernt, dich still zu verhalten. Die
"Welt des Schweigens" tMA>< PICARD) ist dir noch sehr
vertraut.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg mußt du lernen, viele Dinge für dich
zu behalten, Der Engel verbietet dir, dich mit anderen
auszutauschen oder gar seine Geheimnisse zu verraten.
Dein Weg geht nur dich etwas an, also versuche nicht,
ihn den anderen darzustellen, zu erklären oder gar
schmackhaft zu machen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Der wahre Goldschatz des Schweigens wartet erst am
Ende des Regenbogens. Du weißt jetzt, es gibt nichts
mehr zu sagen, und du suchst nicht mehr nach dem Kat-
zengold der Selbstgefalligkeit und Selbstdarstellung,
Sondern

@58
Der Beziehungs-Alltag
(Jungfrau/Waage, Merkur/Venus)

Die Spannungslosigkeit, Die Beziehungspflichten, Das 
Einerlei, Die Erosion, Der fehlende Anreiz

Eine Deiner Beziehungen ist fahl geworden, sie hat keine 
Würze mehr. Das kann eine Liebesbeziehung, eine Ehe oder 
sogar die Beziehung zu Deiner Wohnung oder Deinem 
Arbeitsplatz sein. Beziehungen enthalten - immer - Zwänge, 
und diese fordern, dass Du Dich anpasst und den Alltag 
wieder zu würdigen lernst. Am Ende des Spiels solltest Du 
verstanden haben, dass die Gemeinsamkeiten des "Wir" über 
den Ego-Aspekten des "Ich" stehen. Der nächste Schritt 
kann dann darin bestehen, dass Du den "Alltag als Übung" 
begreifst. Und noch etwas musst Du hier lernen: Mit dem 
"kleinen Glück" zufrieden zu sein.

@@a) Das Problem

Eine deiner Beziehungen ist fahl geworden, die Würze
ist dahin. Beide Seiten unternehmen nichts, um wieder
Farbe hineinzubringen. Das kann eine Liebesbeziehung
sein, eine Ehe oder sogar die Beziehung zu deinem
Arbeitsplatz. Die einstmals so vielversprechende Form
besteht jetzt nur noch aus Anpassungsleistungen und
selbsterzeugten Notwendigkeiten und Pflichten.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Beziehungen enthalten Zwänge und diese fordern, daß
du dich anpasst. Es ist notwendig, daß du deinen Illu-
sionen über die Höhepunkte (daß also immer nur Flit-
terwochen sein mögen) durchschaust und den Alltag
wieder zu würdigen lernst.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Am Ende des Spiels hast du verstanden, daß die Ge-
meinsamkeit des "Wir" über den Egoaspekten des "lch"
steht. Der nächste Schritt besteht darin, daß du den All-
tag als Übung begreifst — nicht als Herausforderung,
sondern als "Hereinf0rderung"l

@59
Die Kasteiung
(Jungfrau/Skorpion, Merkur/Pluto

Die Selbstbestrafung, Der Zwang, die Schuld auszutreiben, 
Die Geißelung, Die Zwangsneurose, Die Teufelsaustreibung, 
Einem Ideal dienen, Das Gewissen zum Schweigen bringen.

Du stehst im Bann einer (vielleicht sehr milden Form der) 
Zwangsvorstellung. Auf irgendeine Weise bist Du gefangen im 
Hexenkreis des "unschuldig-und-sauber-sein-Müssens". 
Rituale sind Energiefelder, die dadurch erzeugt werden, 
dass immergleiche Handlungen (mitunter gemeinsam von vielen 
Menschen) durchgeführt werden. Früher oder später wirst 
Du dabei lernen müssen, die sinnvollen Rituale (der 
Unterordnung) von den sinnlosen (Besitz ergreifenden) zu 
unterscheiden. Manche Rituale geben nur dem Unterweltgott 
Kraft und Energie, und manche stellen sie dir zur 
Verfügung. Der Unterschied liegt darin, ob das Ritual (zu 
Deiner Erinnerung oder zur Konzentration) Dir dient, oder 
ob du es einsetzt, um zu vergessen.

@@a) Das Problem

Du stehst im Bann einer (vielleicht sehr milden Form
der) Zwangsvorstellung. Auf irgendeine Weise bist du
gefangen im Hexenkreis des "Unschuldig—und—sauber«
sein—Mussens". Du glaubst, das Böse von dir fernhalten
zu können, indem du dich — gedanklich oder konkret —
immer wieder zu säubern versuchst, Diese Rituale sind
mitunter so subtil und haben sich so sehr verselbständigt,
daß du glaubst. sie gehörten zum normalen Leben. Doch
in Wahrheit rauben sie einen wichtigen Teil deiner Le-
bensenergien und lenken dich unbewußt so, als wärest
du eine Marionette.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es gibt Zeiten im Leben eines Menschen, da muß er sein
Wollen zurückstellen, um einer größeren Idee zu dienen.
Auf deinem Weg liegt die Aufgabe, dich einem solchen
Ideal unterzuorden,

@@c) Das Ergebnis des Weges

Rituale sind Energiefelder, die erzeugt werden, indem
immer die gleichen Handlungen (mitunter gemeinsam
von vielen Menschen) durchgeführt werden. Du hast
gelernt, diese sinnvollen Rituale (dcr Unterordnung) von
sinnlosen (besitzergreitenden) Riten zu unterscheiden.

@60
Die Inquisition
(Jungfrau/Schütze, Merkur/Jupiter)

Das Verhör, Die Intoleranz, Der (politische) Heuchler, Die 
Missachtung der Andersdenkenden, Das sichere Gefühl, im 
Recht zu sein, Die Suche nach den "geistig" Schuldigen.

Du bist zu einem Heuchler geworden, der sich selbst seine 
Unschuld zu beweisen sucht, indem er intolerant und 
missachtend mit Andersdenkenden und Andersgläubigen 
umgeht. Irgendwie bist Du in die Rolle eines 
"Glaubenskriegers" hinein gewachsen. Dabei geht es immer 
mehr um Dein Vertrauen zu Deinem Glauben und zur Tiefe 
Deiner eigenen geistigen (und religiösen) Erfahrungen. 
Doch beide können erst am Ende eines langen Weges stehen. 
Im Moment bist Du nur anmaßend. Die Karte möchte Dir 
helfen, toleranter zu werden (mit dir selbst und anderen), 
damit Du nicht mehr zwanghaft beweisen musst, dass einzig 
Du der Wissende bist. Jede Glaubensrichtung, die auf Gott 
verweist, hat ihre Berechtigung, die Suchenden zu leiten 
und zu führen. Dein Weg ist ausschließlich Deiner, und 
damit nur von Dir allein zu beschreiten. Willst Du ihn auch 
für andere wahr werden lassen, scheitert ihr beide.

@@a) Das Problem

Du bist zu einem Heuchler geworden, der sich selbst
seine Unschuld zu beweisen sucht, indem er intolerant
und geringschätzig mit Andersgläubigen und Andersden·
kenden umgeht. Sie sollen ihrem Glauben abschwören
und dem deinen Folgen. S0 sehr fühlst du dich im Recht,
daß du unbelehrbar geworden bist.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Mühselige Verhöre (evtl. auch Anklagen) werden auf
dich zukommen, Das Schicksal will mit Macht eine
Wahrheit aus dir herauspressen und benutzt "in—
quisitorische Methoden". Es geht hierbei nicht um
Schuld oder Unschuld (obwohl es von außen so ausse-
hen mag), sondern um den Prozeß, der unter dieser
"Presse" (oder auch Erpressung) in Gang kommt. Dieser
Prozeß ist es, der dich einen Schritt weiterbringt.
C: (Als Endkarte): DAS ERGEBNIS DES WEGES
Vertrauen zu deinem Glauben und zur Tiefe deiner gei-
stigen (und religiösen) Erfahrungen stehen am Ende
deines Weges. Du bist tolerantcr geworden (mit dir
selbst und anderen) und mußt nicht mehr zwanghaft
beweisen, daß nur du der Wissende bist.

@61
Die Angst
(Jungfrau/Steinbock, Merkur/Saturn)

Die Angst vor dem Leben und dem Tod, Die Furcht vor der 
Dunkelheit, Vom Schicksal gebeugt werden, Der Gevatter Tod 
als Freund, Die Unabänderlichkeit

Du bist zur Zeit wie gelähmt und blockierst damit Deine 
Lebensenergien. Du steckst fest im Namenlosen und musst 
Dich zuerst einmal umdrehen und Deiner ANGST ins Auge 
schauen. Solange das nicht geschieht, kannst Du einen 
nächsten Schritt nicht finden. Gib Deiner Angst einen 
Namen. Schau Dir auch Deine Angst vor dem Tod an. Viele 
Tode bist du schon gestorben, notgedrungen und über einen 
mühsamen Weg hast du loslassen gelernt. Diese Karte 
möchte Dich hinweisen: "Freund Hein" steht Dir zur Seite 
und begleitet dich als ein Verbündeter, auf den Du Dich 
immer verlassen kannst.

@@a) Das Problem

Du bist zur Zeit wie gelähmt und blockierst damit deine
Lebensenergien, Ein Teil deiner Seele steht in Abwehr
und wie versteinert vor einer Schwelle und weigert sich,
diese wahrzunehmen. Du verdrängst die Aufgabe, die
auf dich zukommt und verdrangst damit auch deine
Angst (zumindest versuchst du es).

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg liegt eine wichtige Begegnung — die
Begegnung mit deiner Angst vor dem Tod. Es ist jetzt
der richtige Zeitpunkt, daß du dich mit Totenbüchern
und —ritualen beschäftigst, die dir das Sterben 
näherbrin-
gen und die dich lehren, daß der Tod in Wahrheit dein
Freund ist. Wenn du zu sterben gelernt hast, dann hast
du auch den Mut und die Kraft, leben zu können und die
vielen kleinen (Ego)-Tode des Daseins auiidich zu neh-
men.
C: (Als Endkarte): DAS ERGEBNIS DES W|iGliS
Es gibt in dir keine Angst mehr vor dem Tod. Du bist
viele Tode gestorben, notgedrungen hast du loslassen ge-
lernt. Jetzt steht "Freund Hein" dir zur Seite und beglei-
tet dich als ein Verbündeter, auf den du dich immer
verlassen kannst.

@62
Die Erinnyen
(Jungfrau/Wassermann, Merkur/Uranus)

Der Geist der Rache, Die Paranoia (Verfolgungswahn), Der 
Wahnsinn, Der Hinauswurf aus der Anpassung, Von Furien 
gehetzt, Die starke Unruhe

Du trägst eine Schuld in Deinem Inneren herum, und diese 
Schuld manifestiert sich jetzt als ein Angstgeschehen, vor 
dem Du am liebsten davonlaufen würdest. Doch es nützt 
nie, vor den ERINNYEN davon zu laufen Irgendwann musst Du 
auf sie zugehen. Wissend, dass Du Deiner "Strafe" nicht 
entgehen kannst. Erst wenn Du ihren Spruch entgegen 
genommen hast, dürfen die ERINNYEN sich wandeln. Sie 
müssen dann nicht mehr die Zornigen sein, sondern sie 
dürfen sich jetzt zu den Sanftmütigen, zu den EUMENIDEN 
verwandeln. Hilfreich ist es, wenn man weiß, dass die 
Erinnyen in der Hauptsache einen Frevel gegen die eigenen 
Eltern strafen.

@@a) Das Problem

Du trägst eine Schuld in deinem Inneren, und diese
Schuld manifestiert sich jetzt als ein Angstgeschehen,
vor dem du am liebsten davonlaufen würdest. Du denkst,
wenn du nicht daran rührst, wird es schon keiner mer-
ken. Aber die "Sehuld" hat sich längst schon personali-
siert und erzeugt jetzt in dir Unruhe.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es ist an der Zeit, deine Schuld und damit die Tat, die
zu ihr geführt hat, nach Hause zu holen. Und jede Tat,
die von dir ausgegangen ist, hat nur ein Zuhause: dein
Bewußtsein. Erst wenn du sie dir in allen Konsequenzen
klargemaeht hast und dir auch deutlich geworden ist,
was sie für deine Seele bedeutet, kann dein Gewissen
sich allmählich (ganz langsam) beruhigen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du bist nicht mehr vor den Erinnyen weggelaufen, son-
dern irgendwann auf sie zugegangen, wissend, daß du
deiner "Strafe" nicht entgehen kannst. Erst wenn du
ihren Spruch entgegengenommen hast, dürfen die Erin-
nyen sich wandeln. Sie müssen dann nicht mehr die
Zornigen sein, sondern dürfen jetzt zu den Sanftmütigen,
zu den Eumeniden werden.

@63
Die Täuschung
(Jungfrau/Fische, Merkur/Neptun)

Der Selbstbetrug, Das falsche Spiel, Taschenspieler-Tricks, 
Der "falsche Fuffziger", Die Ordnung im Chaos

Du machst Dir etwas vor, Du betrügst Dich selbst. Doch in 
der Regel hast Du diesen Selbst-Betrug auf einen anderen 
projiziert, und so wird dieser Andere zum 
Erfüllungsgehilfen deines Schicksals und "muss" Dich 
hintergehen. Die Karte will Dir helfen, dass eine Deiner 
Lebenslügen entlarvt werden kann. Eine der Wahrheiten, die 
dazu führen wird, liegt bereits auf dem Tisch. Hier musst 
Du jetzt lernen, den Mut zu finden, Dich auf das 
Unwägbare, auf das Chaos des Lebens einzulassen. Ebenfalls 
kannst Du dabei lernen, in Unsicherheit zu leben, ja, dass 
man sich nur auf die Unvorhersehbarkeit in Wahrheit 
verlassen kann.

@@a) Das Problem

Du machst dir etwas vor, du betrügst dich selbst. Doch
du hast diesen Selbst—Betrug aufeinen anderen 
pr0jiziert„
und so wird dieser zum Erfüllungsgehilfen deines
Schicksals und "muß" dich hintergehen. Es ist schwer, in
diesen Spiegel zu schauen, doch je länger du dich davor
drückst, desto truber und undurchschaubarer wird dein
Spiegelbild,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg enststehen erst einmal Chaos und
Verwirrung. Du blickst nicht mehr durch. Diese Verwir-
rung ist allerdings heilsam, denn sie zwingt dich in eine
Auseinandersetzungzwischen deinemSicherheitsbedurf~
nis und deinen Träumen, zwischen dem Notwendigen
und deinen Visionen. Du mußt dir eine Mitte zwischen
den beiden erarbeiten, zwischen deiner Anpassung (aus
Angst) und einer Öffnung in die Zukunft hinein.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Eine Lebenslüge ist entlarvt — eine Wahrheit liegt auf
dem Tisch. Du findest den Mut, dich auf das Unwäg-
bare, das Chaos des Lebens einzulassen. Du hast gelernt,
in Unsicherheit zu leben, ja, daß man sich in Wahrheit
nur auf die Unvorhersehbarkeit verlassen kann.

@64
Das Verhängnis
(Waage/Skorpion, Venus/Pluto)

Die Verkettung, Die Beziehungs-Hölle, Magische Verbindung, 
Die schwarze Hochzeit, Die Hörigkeit, 
Sadismus-Masochismus, Pornografie

Du bist auf ein Bild hereingefallen, auf eine Vorstellung, 
und jetzt bist Du in ihr gefangen. Über Deiner Beziehung 
liegt im Moment ein Bann. Die Situation verlangt von Dir, 
dem Dämon, den Du selbst gerufen hast, ins Antlitz zu 
schauen. Nur mit einem Partner, der vom Schicksal für Dich 
bestimmt ist (und nicht von dir herbeigezaubert wurde), 
kommt es zu einer Herzensverbindung und zu einem die 
Entwicklung fördernden Austausch. Der Sinn, in einer 
solchen "Beziehungshölle" gefangen zu sein, liegt darin, 
im Laufe der Zeit den Unterschied zwischen einer Ehe und 
der Vorstellung von einer Ehe, und den zwischen Liebe und 
der Vorstellung von "Liebe" kennen zu lernen.

@@a) Das Problem

Du bist auf ein Bild hereingefallen und deshalb jetzt in
ihm gefangen, Du hast dich entweder real oder in deiner
Vorstellung einem Partner verschrieben. Eine Kette
bindet euch jetzt so lange aneinander, bis du dich erin—
nerst, mit welchem Zauber du dich in diese magische
Verstrickung gebracht hast.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Der Gang durch die Unterwelt deiner Partnerschaft bleibt
dir nicht erspart. Du bist in eine tiefe Verbindlichkeit
hineingeraten, aus der du geläutert herauskommen und
deinen Weg fortsetzen wirst.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Nur mit einem Partner, der vom Schicksal für dich be-
stimmt ist (und nicht von dir herbeigezaubert wurde),
kommt es zu einer Herzensverbindung und zu einem
entwicklungsfördernden Austausch.

@65
Das "Symbolon" (Waage/Schütze, Venus/Jupiter)

Der Sinn von Beziehung, "Glück" in der Partnerschaft, Das 
Sakrament der Ehe, Partnerschaft als Erkenntnisprozess, Die 
goldene Hochzeit

Du stehst an einer Stelle, wo Du jegliches Verständnis 
für Dein "Beziehungs-Muster" ausgeblendet hast. Du musst 
im Moment zur Kenntnis nehmen: Dir fehlt zur Zeit die 
Einsicht in das, was eine Partnerschaft überhaupt sinnvoll 
macht. Diese Karte bedeutet "Glück" (oder Zufriedenheit), 
wenn sie am Ende Deines Weges liegt. Gemeint ist das 
Glück, das aus einer Gemeinsamkeit entstehen kann, die 
kreativ und lebendig die geistigen Wachstumsstufen einer 
Partnerschaft zu erklimmen sich vorgenommen hat. Erst unter 
dem Dach des Tempels angekommen, kannst Du verstehen, worin 
der Sinn von Beziehung liegt und welche Bedeutung das 
heilige Sakrament der "Ehe" - auch heute noch - hat.

@@a) Das Problem

Im Moment blendest du jegliches Verständnis für dein
"Beziehungs-Programm" aus. Du bildest dir entweder
ein, in deiner Partnerschaft schon ganz weit zu sein, oder
daß für dich niemand mehr in Frage kommt. Wie dem
auch sei — aufjeden Fall muß deine innere Beziehungs-
person etwas lernen: Ihr fehlt die Einsicht in das, was
eine Partnerschaft sinnvoll macht.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Vor dir liegen zahlreiche Stufen, die zum Tempel, zur
Sinnhaftigkeit deiner Beziehung führen. Zögere nicht, sie
zu gehen, Der Weg steht dir im Moment offen. Suche
nicht danach, was dir am Partner fehlt (das ware ein
Rückschritt), sondern schaue bewußt nach vorn, und
entwickle eine Vision eines höheren Zieles. Ein Ziel das
nicht der Erfüllung deiner subjektiven Wünsche dient,
sondern zur Geburt einer geistigen Gemeinsamkeit führt,

@@c) Das Ergebnis des Weges

Diese Karte bedeutet "Glück", wenn sie am Ende deines
Weges liegt. Gemeint ist das Glück, das aus einer geisti-
gen Gemeinsamkeit entstehen kann. Damit hast du ver-
standen, worin der Sinn einer Beziehung liegt und wel-
che Bedeutung das heilige Sakrament der "Ehe" hat.

@66
Die Trauer
(Waage/Steinbock,
Venus/Saturn)

Das Verlassensein, Einsamkeit innerhalb einer Beziehung, 
Trauer und Trauerarbeit, Die trennenden Schicksalsmächte, 
Die Witwe

Du hast Dich sehr weit von Deiner inneren Wahrheit 
entfernt. Du verdrängst einen Schmerz und verhinderst so 
(unbewusst), dass die Wunde heilen kann. Eine Zeit der 
Trauer und der Vereinsamung liegt vor Dir. Und die Zeit 
heilt alte Wunden nur dann, wenn Du sie mit dem Wasser 
Deiner Tränen reinigst. (Diese Tränen zählen jedoch nur, 
wenn Du sie um den Anderen weinst. Tränen, die Du um 
Deinetwegen vergießt, taugen zu gar nichts!) Nun, die 
Verantwortung für Deine Beziehung liegt ganz auf Deiner 
Seite. Am Ende dieses Entwicklungsschrittes wirst du 
erkannt haben, dass Deine Abhängigkeit von den Reaktionen 
und Stimmungen Deines Partners nur scheinbar existiert hat. 
Du lernst, aus Verwicklungen und Schuldzuweisungen 
herauszuwachsen und wirst stark und unabhängig. Und deine 
Tränen auch!

@@a) Das Problem

Du hast dich sehr weit von deiner inneren Wahrheit
entfernt. Du verdrängst einen Schmerz und verhinderst
so (unbewußt), daß die Wunde heilen kann. Du mußt
dich dringend jener inneren Person nähern, die deine
Traurigkeit (eine Beziehung betreffend) verwaltet. Die
Zeit heilt alle Wunden nur dann, wenn du sie mit dem
Wasser deiner Tränen reinigst.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du wirst dich auf deinem Weg von einer Beziehung oder
einer Form deiner Partnerschaft verabschieden müssen.
Eine Zeit der Trauer und der Vereinsamung liegt vor dir.
Um den Mut auch in düsteren Zeiten nicht zu verlieren,
vergiß nie. daß auch sie vorubergehen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Die Verantwortung für deine Beziehung liegt ganz bei
dir. Am Ende dieses Entwicklungsweges wirst du er-
kannt haben, daß deine Abhängigkeit von den Reaktio-
nen und Stimmungen deines Partners nur scheinbar
existiert hat,

@67
Die Trennung (Waage/Wassermann, Venus/Uranus)

Die Befreiung, Die Scheidung, Der Sprung aus der Beziehung, 
Das Abschiednehmen, Das Ungebundensein, Die 
Beziehungsunfähigkeit

Du willst nicht wahrhaben, dass ein gemeinsamer 
Schienenstrang in Deinem Leben gerade durch eine 
Weichenstellung beendet worden ist und eure Wege 
auseinander laufen. (An dieser Weichenstellung trägt 
keiner von Euch die Schuld, oder alle beide im Verhältnis 
50:50.) Außerdem: Du bist in auf dem Weg durch das Leben 
zu sehr im "Wir" und zu wenig bei Dir. Jetzt hast Du die 
Aufgabe, Deine Flügel auszubreiten und Dir Dein eigenes 
Liebes-Projekt zu erarbeiten. Manchmal aber geht es auch 
darum, Dir innerhalb der Beziehung Deine eigene Freiheit 
erarbeiten und Du kannst dann in jeder Beziehung (im 
doppelten Sinn des Wortes!) leben. Jetzt erst kannst Du 
deine Flügel spüren.

@@a) Das Problem

Du willst nicht wahrhaben, daß einem gemeinsamen
Schienenstrang in eurem Leben gerade durch eine neue
Weichenstellung ein Ende gesetzt worden ist und eure
Wege auseinanderlaufen, Jetzt versuchst du alles, um die
beiden Züge doch noch zusammenzuzwingen. S0 wie
Wasser und Öl sich nur (vorübergehend) vermischen,
wenn man sie kräftig verrührt. so versuchst du, dich
selbst zu rühren, damit ihr doch noch zusammenbleibt.
Das kannst du gcnausogut auch sein lassen

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du bist auf dem Weg durch dein Leben zu sehr im
"Wir" und zu wenig bei dir. Jetzt hast du die Aufgabe,
deine Flügel auszubreiten und dir dein eigenes Thema zu
erarbeiten.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast dir (durchaus auch) innerhalb deiner Beziehung
deine eigene Freiheit erarbeitet und kannst jetzt in jeder
Beziehung (im doppelten Sinn des Wortes!) leben. Du
kannst deine Flügel jederzeit spüren.

@68
Die zwei Königskinder
(Waage/Fische, Venus/Neptun)

Die romantische Beziehung, Der Traum-Partner (In 
Esoterik-Seminaren: Die Dual-Seele), Die 
Beziehungslosigkeit, Die Illusion vom Einswerden, Der 
Liebes-Traum

Du bist in einem Beziehungstraum gefangen. Eine 
Ent-Täuschung liegt auf Deinem Weg. Deine Sehnsucht nach 
Liebe und einem Partner ist im Moment nur die Karotte vor 
Deiner Nase, die Dich in die Bewegung und damit in die 
Entwicklung bringen soll. Du solltest wissen, dass auch 
eine unerfüllbare Sehnsucht einen Sinn in sich trägt. Sie 
lässt Dich fühlen, was Dir fehlt, und schickt Dich so auf 
die Suche. So kommst Du allmählich dem Geheimnis des 
Lebens auf die Spur: Dass wir alle nur ein Teil des großen 
Ganzen sind und auch alle die Einheit schmerzlich vermissen.

@@a) Das Problem

Du bist in einem Beziehungs—Traum gefangen. Deine
Sehnsüchte vergiften den Nährboden deiner Seele. Du
verschließt die Augen vor deiner Einsamkeit und webst
unaufhörlich an einem Zaubertcppich, der dich niemals
richtig warmen und tragen wird,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Eine Ent—Täuschung liegt auf deinem Weg. Deine Sehn-
sucht nach Liebe und einem Partner ist im Moment nur
die Karotte vor deiner (Esels—)Nase, die dich in Be-
wegung und damit in die Entwicklung bringen soll. Du
mußt diese Seifenblase zum Zerplatzen bringen, denn
sonst verlierst du dich weiterhin in Illusionen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du weißt jetzt, daß unerfüllbare Sehnsucht einen Sinn in
sich tragt. Sie laßt dich fühlen, was dir fehlt und 
schickt
dich so auf die Suche. S0 kommst du allmählich dem
Geheimnis des Lebens auf die Spur: daß wir alle nur ein
Teil des großen Ganzen sind und die Einheit schmerzlich
vermissen.

@69
Die schwarze Messe
(Skorpion/Schütze, Pluto/Jupiter)

Die Anbetung des Götzen, Religiöse und esoterische 
Dogmen, Die unverrückbare Meinung, Das positive Denken, 
Der unauffällige Fanatiker, Zweifellosigkeit

Du hast Dich in eine Einsicht verrannt und glaubst jetzt, 
im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein. In Wirklichkeit 
bist Du - unmerklich - nur einer subtilen Vorstellung der 
Wahrheit auf den Leim gegangen. Du wirst herausfinden, dass 
Du dich an etwas Geistiges und damit an etwas Totes 
gebunden hast. Das allein ist schon die Einsicht, derer es 
bedarf, um die (schwarze) Bindung zu lösen. Du brauchst 
nichts zu tun, außer zu sehen, dass Du in der Stagnation 
warst. Damit verschwindet der Spuk von ganz allein.

@@a) Das Problem

Du hast dich in eine einzige Einsicht verrannt und
glaubst jetzt, im Besitz der Wahrheit zu sein und bist
doch nur einer subtilen Vorstellung (von der Wahrheit)
auf den Leim gegangen. Du sitzt geistig fest.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg mußt du dich für geraume Zeit ver-
pflichten, d, h, du folgst einem theoretischen Gebilde (z.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

kommen, muß es diese Bindung geben, sonst bleibt das
Ganze unverbindlich. Aber du mußt ganz ebenso wahr-
nehmen lernen, daß du (nach einiger Zeit) in diesem
Gebilde festsitzt und erstarrst,
c. (Als Enrlkarte): DAS ERGEBNIS DES Wecias
Du hast verstanden, daß du dich an etwas (geistig) Totes
gebunden hast. Das allein ist schon die Einsicht, derer es
bedarf, um die Bindung zu lösen. Du brauchst nichts zu
tun, außer zu sehen, daß du in der Stagnation warst.
Damit verschwindet der Spuk von ganz allein.

@70
Die Depression
(Skorpion/Steinbock, Pluto/Saturn)

Das Festsitzen, Die Versteinerung, Die Kammer der Lethe, 
Der Schemel des Vergessens, Die Nacht-Seite der Seele

Ein wichtiger Lebensbereich Deiner Seele ist im Moment im 
Zustand der Versteinerung. Du willst etwas ganz bestimmtes 
nicht wissen und nimmst dafür die Dunkelheit und Leere in 
Kauf. Die Karte sagt: Dein Weg führt durch die Kammer des 
Vergessens, damit Du Dich erinnerst. Und zwar nach dem 
Motto Dantes: "Schau hin und geh weiter:" Du hast schwere 
Zeiten hinter dir, doch das Licht am Ende des Tunnels 
taucht als Ahnung bereits auf. Alte Strukturen müssen sich 
in einem zähen, langwierigen Lebensprozess erst 
verändern. Erst dann wartet eine neue Form der 
Lebendigkeit auf Dich, die scheinbar aus dem Nichts geboren 
wird. Eben noch war es dunkel und du hattest keine Ahnung, 
wie es für dich weitergeht - und dann plötzlich erwärmt 
die Sonne wieder dein Herz.

@@a) Das Problem

Ein wichtiger Lebensbereich ist im Moment im Stadium
des Versteinerns. Du kannst nichts tun, außer diesen
Prozeß wahrzunehmen und dich mit der inneren Person
zu identifizieren, die dafür verantwortlich ist. Sie hat
dich dazu verführt, dich auf dem "Schemel des Verges-
sens" auszuruhen. Du selbst hast sie gerufen, um dir eine
Wahrheit zu ersparen. Du willst etwas ganz Bestimmtes
nicht wissen und nimmst dafür die Dunkelheit und die
Leere in Kauf.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Der Gang durch den inneren Raum deiner Versteincrung
wird dir nicht erspart bleiben. Dein Weg führt durch die
Kammer des Vergessens, damit du dich erinnerst. Was
immer du dort siehst — denke an die Worte Vergils, als
er Dante durch die Unterwelt führte: "Schau hin und geh
weiter,"

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du hast schwere Zeiten hinter dir, doch am Ende des
Tunnels siehst du wieder Licht. Alte Strukturen haben
sich in einem zahen, langwierigen Lebensprozeß verän-
dert. Jetzt wartet eine neue Form der Lebendigkeit auf
dich, die scheinbar aus dem Nichts geboren wird,

@71
Der Phönix
(Skorpion/Wassermann, Pluto/Uranus)

Die Metamorphose, Die Befiederung des Seelen-Vogels, 
Untergang und Auferstehung (stirb und werde), Die 
Orientierungslosigkeit, Die Häutung

Vorstellungen und Denkmuster sind - wenn sie grau geworden 
sind - immer wieder zum Sterben verurteilt. Doch Du hältst 
an ihnen fest, ohne zu bemerken, dass sie schon lange 
überholt sind. Kaum etwas in Deinem Leben kann so bleiben, 
wie es war. Ein Sterbeprozess liegt auf Deinem Weg, aus dem 
Du nur dann - wie ein PHÖNIX aus der Asche - hervorgehen 
kannst, wenn Du den Mut hast, die alte Situation wirklich 
zerfallen zu lassen. Leuchtend bunt erhebt sich dann der 
Phönix aus dem Schutt Deiner Vergangenheit - ein 
Lebensabschnitt ist zu Ende. Deine Seele hat sich aus ihrer 
Starre gelöst und befreit. Sie versteht jetzt was es 
bedeutet, innerhalb eines Lebens zu sterben und (wie neu 
geboren) einem vollkommen neuen Abschnitt entgegen zu 
treten.

@@a) Das Problem

Alte Vorstellungen und Denkmuster sind zum Sterben
verurteilt, doch du hältst an ihnen fest, ohne zu bemer-
ken. daß sie längst überholt sind. In gewisser Weise
hälst du an etwas "Totem" fest.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Nichts in deinem Leben wird so bleiben, wie es war. Ein
Sterbeprozeß liegt auf deinem Weg, aus dem du nur
dann — wie ein Phönix aus der Asche — hervorgehen
wirst, wenn du den Mut hast, die alte Situation wirklich
zerfallen zu lassen, Erst nach dem Niedergang kommt
der Aufstieg.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Leuchtend bunt erhebt sich der Phönix aus dem Schutt
deiner Vergangenheit- ein Lebensabschnitt ist zu Ende.
Deine Seele hat sich aus ihrer Starre gelöst und befreit.

@72
Der Heiligenschein
(Skorpion/Fische, Pluto/Neptun)

Das Gute und das Böse (Polarität), Die Vorstellung vom 
Himmel, Die Schein-Heiligkeit, Der gefallene Engel, Die 
Parteilosigkeit

Im Moment gehst Du einem dunklen Engel auf den Leim. Ja, es 
gilt hier, zu begreifen, dass Du einem Götzen aufgesessen 
bist. Das ist eine gute Zeit, Schattenarbeit zu leisten und 
Bilder und Vorstellungen zu entlarven als das, was sie 
sind: Bilder und Vorstellungen und sonst nichts. Du wirst 
lernen müssen, dass es nichts Helles gibt ohne seinen 
Schatten, das Dunkle, und dass es nichts Dunkles gibt ohne 
seinen Schatten, das Helle. Am Ende dieses Prozesses mußt 
Du jetzt nicht mehr Partei ergreifen, denn Du siehst das 
Eine in dem Vielen und das Viele in dem Einen. Damit wirst 
du zwar nicht heilig (das wäre nur eine neue Karotte), 
aber möglicherweise etwas gesunder.

@@a) Das Problem

Im Moment gehst du dem dunklen Engel auf den Leim.
Natürlich hat er sich ein wunderschönes Lichtmäntelchen
umgehängt und verkündet dir, wie edel, heilig und got-
tesfürchtig dein Werk, dein Guru, deine neue Beziehung
gerade sei. Aber das ist nur die Karotte, die er dir vor
die Nase hält, damit du wie ein Esel in seine Richtung
trotte(l)st. Und damit du nicht siehst, daß er dich im
Drang deines Egos, Gutes zu tun, voll im Griff hat.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg gibt es einen schmerzhaften Lernpro-
zeß zu durchlaufen, den Prozeß nämlich, daß du dir kein
Bild machen darfst. Jedes Bild, wie edel auch immer, ist
Balsam für dein Ego, aber Gift für deine Seele. Es ist
jetzt die Zeit, Schattenarbeit zu leisten und Bilder und
Vorstellungen zu entlarven.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du wirst verstehen, daß es nichts Helles gib! ohne seinen
Schatten, das Dunkle, und daß es nichts Dunkles gibt
ohne seinen Schatten, das Helle. Du mußt jetzt nicht
mehr Partei ergreifen, denn du siehst das Eine in dem
Vielen und das Viele in dem Einen.

@73
Die Beichte
(Schütze/Steinbock, Jupiter/Saturn)

Das Bekenntnis, Die Reinigung vom Subjektiven, Die 
Verantwortung des Therapeuten (Priesters), Einsicht in das 
Schicksal, Die Brücke zwischen Subjektivem und Objektivem

Auf Deiner Seele liegt eine Last, die Du nach außen hin in 
ein Bekenntnis zu verwandeln hättest. Ja, eine Beichte 
wäre erforderlich. Aber Du glaubst, dass damit ein Teil 
Deiner Größe schwinden würde, und damit hast Du 
vollkommen Recht.
Du ahnst jetzt auch, dass und wo Du gesündigt hast und 
dass dieser Akt nur deshalb erfolgt ist, damit Du etwas zu 
bekennen hast. Jedes Eingeständnis, dass Du gesündigt 
hast, macht Dein Ego kleiner und den Ruhm Gottes größer. 
Die Musen helfen Dir dann dabei, die Schöpfungsordnung zu 
rühmen und zu preisen und damit Deine Subjektivität doch 
unter den (berühmten) Scheffel zu stellen.

@@a) Das Problem

Auf deiner Seele liegt eine Last, die du nach außen hin
in ein Bekenntnis zu verwandeln hättest. Eine Beichte
ware erforderlich. Aber du glaubst. daß damit ein Teil
deiner Größe schwinden würde, und damit hast du voll-
kommen recht. Die anderen würden merken, daß du in
deinen Einsichten auch noch nicht so weit bist, wie du
es sie gerne glauben gemacht hättest.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Es genügt nicht allein, von Schuld zu sprechen, sie muß
auch als deine eigene Schuld dargestellt werden. Das ist
es, was auf deinem Weg gefordert ist. Du mußt dich zu
jenen Stellen bekennen, wo du gestrauchelt bist, wo du
aus Anmaßung vom Wege abgewichen bist. Damit gehst
du das Risiko ein, deinen Ruhm zu schmälern.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du weißt jetzt, daß und wo du gesündigt hast und daß
dieses nur deshalb erfolgt ist, damit du etwas zu beken-
nen hast. Jedes Eingeständnis mach! dein Ego kleiner
und den Ruhm Gottes größer.

@74
Der Quantensprung
(Schütze/ Wassermann, Jupiter/Uranus)

Der Paradigmen-Wechsel, Der Sprung ins Ungewisse, Der 
Sannyasin, Die Befreiung von religiösen Dogmen, The fool 
on the hill, Das Wissen, das man nichts weiss

Du bist vewirrt und orientierungslos, kannst Dich kaum noch 
am Alten festhalten und spürst deutlich, dass Du 
eigentlich (aus dem Alten) herausspringen müsstest. Aber 
natürlich: Du bist zu feige für diesen Schritt. Doch auf 
Deinem weiteren Weg wirst Du - früher oder später - einen 
neuen Anlauf nehmen müssen. Es geht für Dich darum, einen 
neuen Sinn zu finden, der sich gravierend vom alten 
unterscheidet. Finde neue Lebensbereiche, vielleicht sogar 
neue Freunde, die mehr Sinn für dich machen als die 
bisherigen. Du sollst, ja Du musst - wirklich demnächst - 
springen!

@@a) Das Problem

Du bist verwirrt, Grientierungslos, kannst dich kaum
noch am Alten festhalten und spürst deutlich, daß du
eigentlich (aus dem Alten) herausspringen mußtest, aber
du bist zu feige für diesen Sprung.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg wirst du springen müssen. Du landest
dabei auf einem neuen Plateau deines Bewußtseins. Du
wirst das Alte hinter dir lassen. Auch wenn dich deine
(alten) Freunde für einen Spinner halten und vielleicht
nichts mehr mit dir zu tun haben möchten — dieses Risi-
ko ist immer mit einem derartigen Sprung verbunden.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du findest einen neuen Sinn, der sich gravierend vom
alten unterscheidet. Du findest neue Bereiche, vielleicht
neue Freunde, die mehr Sinn für dich machen als die
bisherigen. Du wirst gesprungen sein!

@75
Die Pythia
(Schütze/Fische, Jupiter/Neptun)

Die Intuition, Die Orakel-Priesterin, Die Astrologie 
(Deutung der Horoskope), Der tiefe Sinn der Andeutung

Du klammerst Dich an einen konkreten Rat oder eine 
prophetische Aussage, die Dir jemand erteilt hat. Damit 
bist Du in der Falle. Du verlierst Dich an eine 
trügerische Welt, die vorgibt, eine spirituelle zu sein 
und die doch immer genauso weit davon entfernt ist wie Du 
von Deiner Wahrheit. Ein altes esoterisches Wort sagt: 
Gefragt, was etwas bedeutet, lautet die Antwort: Es sagt 
sich nicht! Es sagt sich nicht mit Worten! Doch Du kannst 
es bald ahnen: Es sagt sich - in Bildern. Die Karte 
möchte, dass Du beginnst, Deiner Intuition zu vertrauen. 
Dich ebenso auf sie zu verlassen, wie auf Deinen Intellekt. 
Sie ist die andere, die weibliche Seite des Verstehens. Und 
der Mensch ist erst dann vollkommen, wenn er gelernt hat, 
über die Brücke vom "Wissenden zum Ahnenden" zu gehen.

@@a) Das Problem

Du klammerst dich an einen konkreten Rat oder an eine
prophetisehe Aussage, die dir jemand erteilt hat. Damit
bist du in der Falle. Die Quelle deiner eigenen Intuition
ist versiegt, da du die Wasser deiner Seele in ein frem-
des Flußbett umgeleitet hast. S0 wirst du des Rätsels
Lösung niemals finden.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg wirst du ein — zunächst einmal un-
verständliehes — Symbol erhalten. Die Überzeugungsar-
beit, die du zu leisten hast, um dieses Rätsel zu lösen,
wird dich (fast unbemerkt) zu wahrem spirituellem Den-
ken hinführen. Dies kann ein wichtiger Schritt für deine
Seele sein — die Lösung für deine Probleme nicht mehr
im Außen zu suchen, sondern auch in Zukunft deiner
Intuition, d. h. deiner inneren Priesterin, zu vertrauen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Ein altes csoterisches Wort lautet: "Gefragt, was es be-
deutet — es sagt sich nicht?" Es sagt sich nicht mit Wor-
ten, doch du kannst es jetzt wissen — in Bildern. Du
wirst gelernt haben, deiner Intuition zu vertrauen, dich
ebenso auf sie zu verlassen wie auf deinen Intellekt.

@76
Die Gefangenschaft
(Steinbock/ Wassermann, Saturn/ Uranus)

Der Überdruck, Der geworfene Stein, Die Verspannung, Die 
drohende Explosion, Die Erpressung

Dein Problem besteht darin, dass Du - auf einer tiefen 
Ebene - ein Gefangener bist und dass die Spannung, die 
dieser Zustand mit sich bringt, noch weiter anwächst. Du 
kannst hier nichts tun, außer die Gitter loszulassen. Du 
hast hier “nur“ zu lernen, dass Du ein "geworfene 
Stein" bist. Nur durch das Akzeptieren der Flugbahn dieses 
Steines, die eindeutig feststeht und an der Du gar nichts 
verändern kannst, wirst Du - auf der Bahn - frei.

@@a) Das Problem

Dein Problem besteht darin, daß du auf einer tiefen
Ebene ein Gefangener bist und daß die Spannung, die
dieser Zustand mit sich bringt, noch weiter wächst. Je
mehr du an deinen Gitterstäben mttelst und dich befreien
möchtest, desto mehr erhöht sich der Druck,

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Auf deinem Weg mußt du akzeptieren, daß eine Ent-
scheidung zwischen Verantwortung und Freiheit gar
nicht möglich ist. Vertraue darauf, daß derartige Zeiten
richtig sind, und finde ihren Sinn in dir selbst und nicht
im Außen.
C: (Als Endkarte): DAS ERGEBNIS DES WEGES
Du kannst jetzt sehen, daß du der "geworfene Stein" bist.
Nur durch das Verstehen deiner Flugbahn, die eindeutig
feststeht und an der du gar nichts verändern kannst, wirst
du auf der Bahn frei.

@77
Die Moira
(Steinbock/Fische, Saturn/Neptun)

Die Versöhnung mit dem Schicksal, Die Weisheit, Die 
Verbitterung, Die Ohnmacht vor dem Schicksal, Das 
Tauwetter, Die Reife

Du stehst - wie jeder andere Mensch auch - mit Deinem 
Schicksal auf Kriegsfuss. Und Du kannst jetzt herausfinden, 
dass Du dabei bist, einen Weg zu beschreiten, der Dich 
unlebendig und hart macht. Zwei Kräfte ringen um Deine 
Seele: die Weisheit und die Verbitterung. Dabei bist Du auf 
dem besten Wege, selbst zur MOIRA werden. Gütig und 
wissend schaust Du dann in die Welt, voller Mitgefühl und 
einem leisen Bedauern denen gegenüber, die so hart gegen 
ihr Schicksal ankämpfen. Deine Weisheit wird dann zu einem 
Leitbild für ihre Hoffnungen werden. Ein Leitbild, an das 
Du Dich und sie sich in ihren schweren Stunden zu erinnern 
vermögen.

@@a) Das Problem

Du stehst mit deinem Schicksal auf Kriegsfuß. Mache
dir klar, daß du dabei bist, einen Weg zu beschreiten.
der dich unlebendig und hart macht. im Moment hist du
so unversöhnlieh, daß niemand einen Zugang zu dir
findet.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du stehst vor einer inneren Entscheidung, um die du
sehr ringen mußt. Es gibt zwei Wege, mit dem anstehen-
den Problem umzugehen: Der eine beinhaltet die Versöh-
nung mit den Lebensumständen. also das Annehmen.
Der andere zeigt Abweisung und Verhartung, Es könnte
geschehen, daß du es versäumst (dir, anderen oder dei-
nem Schicksal) zu verzeihen. Zwei Kräfte ringen um
deine Seele: die Weisheit und die Verbitterung.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du bist selbst zur Moira geworden. Gütig und wissend
schaust du in die Well, voller Mitgefühl und einem
leisen Bedauern denen gegenüber, die so hart gegen ihr
Schicksal ankampfen. l)eine Weisheit kann ihnen jetzt
zu einem Leitbild der Hoffnung werden, an das sie sich
in ihren schweren Stunden erinnern.

@78
Die Gralsfrage
(Wassermann/Fische, Uranus/Neptun)

Die Heils-Frage, Die ewige Suche, Das verschollene Wissen, 
Das objektiv Unbewusste, Die Tiefe des Archetypus, Der 
Ur-Grund, Die Suche nach Gott, (auch: Die falsche Frage!)

Du läufst einer falschen Frage hinterher und fällst dabei 
oft auf die Nase. Mache Dir klar, dass Du eine neue Frage 
finden musst. Eine Frage, die nicht mehr Dich zum 
Mittelpunkt hat. Dein Hinfallen dient nur diesem Zweck. Es 
könnte ebenso sein, dass es an dieser Stelle keine 
Antworten mehr gibt, und dass nur noch Gelassenheit sich 
ausbreiten darf. Du bist dann ein Geführter, unterliegst 
den höheren Mächte (des Objektiven) und lernst erneut (du 
hast es als Einjähriger schon einmal erlernt), dass man 
hinfallen muß, damit man laufen lernt.

@@a) Das Problem

Du laufst der falschen Frage hinterher und fallst dabei
oft auf die Nase. Du starrst in das grelle Licht des Sub-
jektiven, willst mit dieser Frage eine ganz bestimmte —
dir angenehme — Antwort herbeizwingen. So kannst du
nur in die Irre geführt werden, d. h. du führst dich mit
deiner Frage selbst an der Nase herum. Mache dir klar,
daß du eine neue Frage finden mußt, die nicht mehr dich
zum Mittelpunkt hat.

@@b) Der Weg durch das Problem hindurch

Du wirst auf deinem Weg die Lichter umstellen müssen.
Du leidest gar nicht am Subjektiven, sondern am Objek-
tiven, also letztlich an der Vertreibung aus dem Paradies.
Du mußt den Mut finden, die Frage gar nicht mehr be-
antwortet haben zu wollen, sie aber dennoch um so in-
tensiver zu stellen. So kannst du nach jedem l-Iinfallen
bald wieder aufstehen.

@@c) Das Ergebnis des Weges

Du weißt jetzt, daß es an dieser Stelle keine Antworten
mehr gibt. Gelassenheit darf sich ausbreiten. Du bist ein
Geführter, vertraust auf die höheren Mächte (des Objek-
tiven) und lernst erneut (du hast es als Einjähriger schon
gelernt), daß man hinfallen muß, damiz man laufen lernt.

